Direkt zum Hauptbereich

Der glückselige Daniel möchte, dass nur Mann und Frau eine Familie bilden können

Der Patriarch der Orthodoxen Kirche (BOR) Rumäniens, Daniel,  trägt den traditionellen Titel “Der-Sehr-Glückliche oder der Glückselige” (Preafericitul). Den Glückseligen treibt mit seiner Glaubensgemeinschaft seit einiger Zeit die Sorge um, wie man das Rad der sozialen Veränderung in der rumänischen Gesellschaft wieder zurückdrehen könnte. Es geht vor allem um die Familie, die nach seinen Aussage vor vielfachen Herausforderungen steht und deren Zustand bemitleidenswert sei.

Besonders wurmt die Vertreter der BOR, dass das alte Familienbild immer mehr ins Wanken gerät. “Wir müssen die Anstrengungen der Kirche zu Verteidigung der natürlichen, traditionellen, universalen Familie verstärken und gegen neue Familienmodelle, die unterstellen, dass die feste Verbindung Mann-Frau nur ein Modell unter anderem sei, Widerstand leisten”, erklärte Patriarch Daniel Anfang des Jahres und setzte hinzu: “Die traditionelle Familie befindet sich in einem kritischen Zustand, ihr Modell wird als veraltet und überholt angesehen, weil wir in einer Gesellschaft leben, die von einer individualistischen und säkularen Mentalität geprägt ist, die nicht die Heiligung des Lebens durch Gebete, Geburt von Kindern und ihre Erziehung im christlichen Glauben sucht.”

Es geht natürlich in erster Linie, um die Homo-Ehe, die für die bärtigen Männer der BOR ein Schreckensbild ist. Deshalb hat sie jetzt eine Volksbegehren in Gang gesetzt, mit dem die Verfassung Rumäniens dahingehend geändert werden soll, dass “die christliche Familie wie sie in der Heiligen Schrift festgelegt ist, die Basis einer Familie ist”. Danach soll der Artikel 48 der rumänischen Verfassung, nach dem die Familie sich auf Grund einer freiwillig geschlossenen Ehe unter Gatten gründet, dahingehend geändert werden, dass “die Ehe aus einer freien und mit Zustimmung geschlossener Vereinigung von einem Mann und einer Frau besteht”.

Natürlich wollen die orthodoxen Würdenträger ihre Absicht nicht gegen die Homosexuellen gerichtet sehen, sondern es soll nur ein positives Zeichen zum Schutz der traditionellen Familie bedeuten. Die “Wischiwaschi-Formulierung” der rumänischen Verfassung könnte es sonst möglich machen, dass eine korruptes und atheistisches Parlament ein Gesetz beschließt, dass 2 Frauen oder 2 Männer heiraten könnten, dass sie dann “Eheleute” wären. Woraus man schließen kann, dass es aber doch gegen die Homosexuellen geht. Es ist die übliche Argumentation: Man äußert sich rassistisch, will aber kein Rassist sein, man äußert sich homophob, hat aber nichts gegen Homosexuelle, man beschimpft die demokratischen Vertreter, hat aber nichts gegen die Demokratie undsoweiter. Um es kurz zu machen: Die orthodoxe Kirche Rumäniens ist reaktionär, homophob und xenophob, daran führt kein noch so unschuldiges Beteuern vorbei.

Die Webseite “Vremuri Tulburi” (Stürmische Zeiten), die sich für die Werte der Orthodoxen einsetzt, schildert an Hand des Beispiels von Norwegen, was geschehen kann, wenn man sich gegen diese Untergrabung des christlichen Abendlandes nicht wehrt:
Wir können am Beispiel von Norwegen und anderen westlichen Staaten, die zu einem infernalischen Instrument gegen die Familie und Menschenrechte geworden sind, sehen, wohin eine Politik gegen die Familie führt.
Norwegen ist heute ein neo-kommunisitscher, teuflisch atheistischer Staat, weil niemand die Initiative übernimmt, um die von einer neo-marxistischen autoritären Regierung beschlossene Lawine der Gesetze gegen die Familie und das Christentum aufzuhalten. Norwegen ist ein stalinistischer Staat würdig des Romans “1984” von Orwell. Ich möchte nicht, dass sich Rumänien in ein Land verwandelt, in dem der Staat die Familie und den christlichen Geist in Namen einer neo-bolschewistischen Libertinage tötet. Die Europäische Union verwandelt sich in einen atheistischen Moloch, der die Freiheit des Menschen und der Kirche zerstört, eine Tatsache, die die Voraussetzungen für die Islamisierung des Kontinents in der Zukunft legt.

Wenn man das liest kommt einem Anders Breivik, das NSU-Trio und die Pegida-Bewegung in den Sinn. Das Gebräu ist hoch giftig und dient nur dazu andere Menschen, die nicht gleicher Ansicht sind, zu terrorisieren. Und das im Namen einer christlichen Kirche. Angeblich haben 3 Millionen Menschen das Volksbegehren unterschrieben, das jetzt von der “Koalition für die Familie” im rumänischen Senat abgegeben wurde.

Informationsquelle
Anunţ tranşant al BOR. De ce vrea Patriarhul ca în Constituţie să scrie că familia este formată din bărbat şi femeie
BOR strange semnaturi pentru modificarea Constitutiei: Familia este uniunea barbat-femeie
In sfarsit BOR a dat tonul pentru schimbarea Constituţiei: „căsătoria e o uniune liber consimţită dintre un bărbat şi o femeie”

Beliebte Beiträge

Elsässer stimmten lustlos über die Wiedervereinigung ab

Das Elsass existiert administrativ-rechtlich im französischen Staat nicht als Einheit. Elsass ist eine historische Bezeichnung für die Region zwischen Vogesen und Oberrhein. Administrativ ist die Region in zwei Departements aufgeteilt: Bas-Rhin (Niederrhein) und Haut-Rhin (Oberrhein). Die Elsässer fühlen sich aber zumindest folkloristisch einer Region Elsass zugehörig.

Dieser Zustand hätte sich jetzt ändern sollen. Die Elsässer stimmten am Sonntag darüber ab, ob die beiden Departements administrativ zu einer Region zusammengelegt werden sollen. Daraus sollte dann ein einheitlicher Regionalrat für das Elsass entstehen. Eigentlich eine wenig weltbewegende Angelegenheit, wenn nicht damit in die vor sich hin tümpelnde elsässische Identitätsfindung neuen Schwung gekommen wäre. Wie schon lange nicht mehr wird die Stellung des Elsass in Frankreichs diskutiert. Bisher überwog das Bedürfnis einer bedingungslosen Anpassung an die französische Sprache und Kultur, obwohl das Elsass historisch ge…

Die polnischen Hetzer, die Christen und Katholiken sein wollen

Es ist immer wieder erstaunlich wie Menschen, die sich gerne auf christliche Werte berufen, mit einer Selbstverständlichkeit Fanatismus und Hass befürworten. Sie sind in der Regel Nationalisten und haben die kleinkarierte Ansicht, dass ihr universaler Gott nur für ihr Völkchen zuständig ist. Ihr Gott scheint dumm genug zu sein, um sich für ihren kleinkarierten Egoismus einspannen zu lassen. Generell sind Völker dieser Erde der Meinung, dass Gott, an den sie vorgeben fest zu glauben, scheinbar mit einer deutschen, französischen, polnischen oder saudiarabischen Flagge in der Gegend rumrennt und für jedes Volk den Hooligan gegen das andere Volk spielt.

Im christlich-katholischen Bereich treiben Vertreter der katholischen Kirche in Polen es zur Zeit besonders toll . Einer von ihnen, der Priester Jacek Miedlar, ist ein besonders geübter Hetzer, der versucht seine Kirche auf sein nationalistisches Gedankengut zu reduzieren. Thomas Dudek berichtet in einem Beitrag auf der Webse…

7 Gründe warum man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte

Journalistin Laura Stefanut von der Webseite “Romania Curata” hat 7 Gründe dafür gefunden, dass man nicht nach Rumänien auswandern oder fliehen sollte. Sie spricht zwar von Einwanderern, aber tatsächlich geht es um Flüchtlinge. Die Situation sieht für diese so aus:

Rumänien ist ein Land, aus dem Millionen Auswanderer nach Westeuropa und Nordamerika ausgewandert sind. Es ist aber kein Land, in das man auswandert. Gegenwärtig gibt es etwa 60.000 Einwanderer von außerhalb der EU im Land. Forscher der Sozialwissenschaften warnen, dass Rumänien auf eine schnelle demographischen Überalterung zusteuert, das viele Vorteile aus der Integration von Einwanderern ziehen könnte. Aber trotz aller Warnungen und Forschungen hat der Staat wenig sinnvolles in diese Richtung getan. Vor kurzem gab es Nachrichten über 2 Flüchtlinge, die aus Versehen in Rumänien gelandet waren und anfingen zu weinen als sie merkten, wo sie waren. Leider, das bestätigen die Forschungen, ist Rumänien kein gutes Z…

Tolhaus Madrid oder wie verhindere ich die Wahl eines demokratisch gewählten Politikers zum Präsidenten

Die katalanische Krise geht weiter. Nachdem die Wahlen zum katalanischen Parlament, die von der Zentralregierung in Madrid nach dem Unabhängigkeitsreferendum angeordnet worden waren, für dieselbe mit einem Schuss ins Knie endete und die Parteien, die für die Unabhängigkeit oder zumindest einer Änderung der spanischen Verfassung hinsichtlich der Organisation des Staates eintraten, die überwiegende Mehrheit erhalten hatten und die Partei Partido Popular des Ministerpräsidenten Rajoy nur noch mit einem unter der Fraktionsgrenze liegenden Grüppchen im katalanischen Parlament vertreten ist, hätte man denken können, dass diese Situation vielleicht zur Lösung des Konflikt über Gespräche der Konfliktparteien hätte führen können.

Puigdemont, der katalanische Präsident, der sich seiner Verhaftung entzogen und nach Brüssel abgesetzt hatte, hat auf jeden Fall seine Gesprächbereitschaft zu erkennen gegeben. Aber in Spanien sind die Kräfte des Zentralismus noch viel zu stark, um an eine andere Lösu…

In Treue fest zum Atom

Der spanische Industrieminister macht es sich leicht. Ein paar Tage vor dem Unglück von Fukushima erklärte er: "Sich vor der Nuklearenergie fürchten ist wie vor der Sonnenfinsternis Angst haben".

María Teresa Domínguez, Sprecherin der Forums der spanischen Atomernergie erzählt 2009 in einem Interview: "Spanien hat 8 Atomkraftwerke, die auf höchstem Weltniveau bezüglich Verfügbarkeit und Betriebsbedingungen operieren." Keine Rede davon, dass die AKW Vandellos und Ascó schon Störfälle auf höchstem Niveau hatten. Frau Domínguez bedauert, dass die Nuklearenergie nur zu 8% zur Energieversorgung Spaniens beiträgt. Deshalb will sie daraufhin arbeiten, dass der spanische Strommix für die Zukunft einen Anteil von 30% an der Landesversorgung bekommt. Keine Angst wegen den Risiken? "Nein, die Risiken sind kontrollierbar. Ich sage das, weil ich Technikerin bin und auf dem Gebiet der Sicherheit der Atomkraftwerke arbeite. Aber das sage nicht nur ich, sondern das ist auch …

Wer braucht in den USA einen Psychiater? Die Waffenlobby oder kriminelle Täter?

Die Medien berichten: Ein 19-Jähriger schießt am Valentinstag an einer High School in Florida um sich. 17 Menschen sterben. Schüler berichten von Momenten der Verzweiflung. Viele Schüler lieferten verzweifelte Berichte ab, schilderten wie sie an Leichen und Blutlachen vorbei die Schule verlassen mussten, wie sie sich in Abstellräumen und Spinden oder unter Schulbänken verbarrikadierten.

US-Präsident Trump betet wie immer, wenn solche "Schicksalsschläge" kommen, und sein Hauptproblem ist der Täter,  von dem er die Opfer tröstend twittert, dass der 19-jährige Schütze offensichtlich „mental gestört“ und aus disziplinarischen Gründen der Schule verwiesen worden sei – und wie wichtig es sei, solche Verhaltensauffälligkeiten den Behörden zu melden. Hallo Herr Präsident, gibt's da noch etwas anderes? Warum läuft ein 19-jähriger mit einem halbautomoatischen Gewehr rum? Könnte es sein, dass der von der Waffenlobby geschürte amerikanische Waffenwahn der Grund für die viele…