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Es werden Posts vom Juli, 2015 angezeigt.

Wenn Rumänen im Stau stecken

Die sommerliche Ferienzeit beherrscht Europa. Die Verkehrswege sind in hohem Maße Belastungen bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit ausgesetzt. So auch in Rumänien. Auch hier gibt es durchaus Staus auf den Autobahnen westeuropäischen Ausmaßes. Nur haben die Rumänen scheinbar noch nicht gelernt damit umzugehen. Vlad Stoicescu, Oana Dan und Iulian Andrei beschreiben unter dem Titel “Schlechte Gewohnheiten der Rumänen”, was dann mit den rumänischen Autofahrern passiert:

Es erfreuen uns die die Gipfel, als Beispiele etwas erreicht zu haben, wir sind weit entfernt von jenen, die die Arbeit vor sich hinschieben, wir protestieren für den Wechsel, wir wollen ein Land wie anderswo auch, kurzum wir wollen europäische Bürger sein. Das aber nur bis wir in einen Stau geraten, sei es im Verkehr oder den nicht enden wollenden Schlangen vor den Schaltern der Institutionen des Staates.

Nichts erregt die Dämonen des Menschen mehr wie wenn er im Stau oder in der Schlange steht. Wir haben vor kurzem ein Beis…

Spanien nimmt seinen Atommüll auf die leichte Schulter

Der spanische Nuklearsicherheitsrat, CSN, hat Mitte Juli einen Bericht an das Ministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt über das geplante vorläufige zentralisierte Atomzwischenlager in Villar de Cañas (Cuenca)  übersandt.  Auf der Grundlage dieses Berichtes muss das Ministerium eine Bescheinigung zur Umweltverträglichkeit abgeben, die für das weitere Verfahren unerlässlich ist. Bei dem Gutachten scheint der CSN seine Aufgabe, für die Sicherheit der Atomkraftwerke und die der Entsorgung des strahlenden Mülls zu sorgen, nicht ernst genommen zu haben.

Die Umweltgruppe Ecologistas en Acción (EA) bemängelt, dass das CSN die Sicherheit des Atomzwischenlagers nur hinsichtlich des Normalbetriebs beurteilt habe. Der Bericht enthalte keinen Bezug auf mögliche Unfälle und die Möglichkeit von Undichtigkeiten. Gerade dadurch könnte aber die Umwelt und die Bevölkerung in höchstem Maße gefährdet werden. Die schlampige Arbeit des CSN könnte auf die Forderung des Industrieministers, dass d…

Können wir uns das leisten: Den Sommer zum Winter und den Winter zum Sommer machen?

Ziemlich heiß dieser Sommer, auch in Deutschland. Gegen Hitze bringen Klimaanlagen Abkühlung, trotzdem hält man in Europa von einer Vollklimatisierung von Wohnungen nicht viel. Ganz anders in den USA, wo Klimaanlagen zur Grundausstattung von Wohn- und Büroräumen gehören. Der Journalist Rick Noack nimmt sich in “The Washington Post” unter dem Titel “Europa an Amerika: Eure Vorliebe für Klimatisierung ist dumm” des Themas an.

Er schreibt: “Das Wetter in Washington und in Berlin war vor kurzem ziemlich ähnlich. Es gibt aber einen bedeutsamen Unterschied zwischen den beiden Hauptstädten, nämlich: “Während viele Amerikaner vermutlich nie in Betracht ziehen würden in Gebäuden ohne Klimaanlagen zu arbeiten, denken viele Deutsche, dass ein Leben ohne Klimatisierung viel besser sei. Die Trennung gibt es nicht nur zwischen Berlin und Washington. Nein, viele Europäer, die oft die USA besuchen, beklagen sich über die “Eiseskälte” in den Bussen und Hotels. Amerikanische Touristen auf der anderen …

Wird der atomare Mülleimer das Paradies auf Erden sein?

Die französische Regierung hat so eben mal klammheimlich in einem Gesetzespaket versteckt die Genehmigung erteilt, im lothringischen Ort Bure das französische Atommüll-Endlager einzurichten und sich somit einem öffentlichen Verfahren unter Beteiligung der Betroffenen entzogen. Einer der Drahtzieher dieser Entscheidung war der Senator Gérard Longuet, ein hundertprozentiger französischer Nationalist.

Für Longuet ist das Atomendlager ein himmlisches Geschenk für Bure und die Region Lothringen, an dem er sich rühmt tatkräftig mitgewirkt zu haben. Auf seiner Webseite schildert er in einem Beitrag von 2013 die Gründe und die Aussichten, die mit diesem Projekt seiner Ansicht nach verbunden sein sollen:

“Das Département Meuse (Maas) ist zusammen mit Haute Marne, mit einer der großen französischen Errungenschaften, der Elektro-Nuklearenergie, verbunden. Das was wir 1994 mit Bure begonnen, 1997 entschieden und 2006 organisiert haben, sollte durch das Gesetz 2016 bekräftigt werden. Ich verkenn…

Die sieben Höllen des Nahverkehrs in Recife

Zu Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts hatte ich die Gelegenheit den öffentlichen Nahverkehr in der brasilianischen Stadt Recife in Pernambuco zu erleben. Damals gab es noch einen vollklimatisierten Bus mit Sitzplatzgarantie, der einem von den beliebteren Stadtteilen ins Zentrum brachte. Der Dienst wurde aber bald wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt. Es blieb nur noch der normale Busverkehr. Der bestand aus Bussen, die eigentlich für Überlandreisen gedacht waren und Haltestellen, für die man einen siebten Sinn brauchte, denn sie waren selten als solche erkennbar. Da sich ein Großteil der Bevölkerung ein Auto nicht leisten konnte, war der Andrang natürlich entsprechend groß. Bekam man mal Zugang zu einem Bus, konnte man sich in der Regel nur noch reinquetschen. Der Bus hatte keine Klimaanlage und so klebte man Körper an Körper und war den nicht immer wohlwollenden Fahrkünsten des Fahrers hilflos ausgeliefert.

Hat sich nach über 30 Jahren und nach einer Fußball-WM etwas g…

Griechenland: So nicht!

Die Einigung zur Griechenland-Rettung wird als ein Diktat der deutschen Regierung bezeichnet. Der größte Scharfmacher ist unser Finanzminister Schäuble. Derjenige Schäuble, der seinen persönlichen Referenten gerne auch mal in der Öffentlichkeit anscheißt, weil er ihm die Papiere nicht richtig hingelegt hat. Ein rechthaberischer Machtmensch. Soweit so gut, bisher habe ich ihn immer noch für einen guten Europäer gehalten, der das große Ganze immer im Blickwinkel hat. Eigentlich möchte ich auch glauben, dass er es immer noch gut meint mit den Griechen. Zumal er doch mit einer so menschenfreundliche Kanzlerin zusammenarbeitet, der es bestens gelingt sich hinter ihm, dem Bösewicht, unsichtbar zu machen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wir eine so bornierte Regierung haben.

Am Tag nach dem Beschluss zum neuen Hilfspaket für Griechenland kommt für mich das böse Erwachen. Die Regierungspartei CDU plustert sich auf, ganz auf der Linie der Schäuble-Politik wird mit einer Arroganz …

Engländer wollen wieder Spaß mit Füchsen haben und setzen dafür die Einheit des Landes aufs Spiel

Tiere erschießen ist für den britischen Premierminister Cameron ein Sport. Böse Tierschützer hatten 2002 in Schottland und 2004 in England und Wales ein Verbot der besonders grausamen Fuchsjagd durchgesetzt. Bei der traditionellen Fuchsjagd wurden die Füchse mit einer großen Meute von Jagdhunden und kostümierten Reitern zu Tode gehetzt. Diese Art der Jagd sorgte für jahrelangen Streit zwischen Tierschützern und den auf Tradition pochenden Jägern.

Seit die konservativen Tories in Großbritannien wieder alleine das Sagen haben, sollen im Namen der unbegrenzten Freiheiten auch solche tierquälerischen Spaßveranstaltungen wieder genehmigt werden. Dieser Tage wird das britische Parlament vermutlich die Fuchsjagd wieder legalisieren. Für den Premierminister unter dem Schlagwort “Recht auf Jagd” und mit der Begründung, dass er “schon immer ein starker Befürworter von Land-Sportarten” war. Es scheint ihm auch kein Widerspruch zu sein, Tierquälerei mit Sport zu verbinden.

Allerdings haben die s…