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Es werden Posts vom April, 2014 angezeigt.

Kreta soll Strom für Europa liefern

“Kreta ist eine windgeplagte Region, da der heftige Wind Steine bewegt und sogar Menschen umwirft. Es herrschen das ganze Jahr über, aber konstanter im Sommer, Nord- und Nordwestwinde vor. In einigen Gebieten wechseln die Winde sogar auch innerhalb desselben Tages”, beschreibt ein Reiseführer die stürmische Insel. Ein idealer Platz für die Windkraft, wie es scheint.

Dies haben natürlich auch schon die Experten gemerkt und EU-Kommissar Oettinger hat schon mehrfach erklärt, dass die Erneuerbaren Energien europaweit ausgebaut werden und die Länder, die zu viel Sonne und Wind haben, den Überschuss an andere Länder liefern sollen. Griechenland nimmt das Ernst und vor allem auf Kreta ist ein kräftiger Ausbau der Wind- und Solarenergie in einem industriellen Maßstab erkennbar. Im Projekt “Helios” hat sich Griechenland gegenüber der EU verpflichtet innerhalb von 4 Jahren seine Kapazität zur Erzeugung von Elektrizität durch Erneuerbare soweit zu erhöhen, dass 10.000 MW zu Kosten von 19 Milli…

Wenn Menschen einfach totgeschlagen werden

Die UNO stellte vor ein paar Tagen einen Bericht über Mordraten weltweit vor. Lateinamerika hat sich wieder einmal als der gewalttätigste Kontinent herausgestellt und Brasilien gehört zu den Ländern mit dem höchsten Anteil an Gewalttaten. Unter den 30 Städten mit dem höchsten Anteil sind 11 brasilianische Städte. Dabei gehört Maceió im Nordosten Brasiliens mit dem 4. Platz gemessen an den Gewalttaten pro 100.000 Einwohner zu den gewalttätigsten Städten Brasiliens.

Im brasilianischen Bundesstaat Espirito Santo spielte sich gerade wieder eine erschreckende Gewalttat ab. Ein 17-jähriger Schwarzer wurde von einer Gruppe Menschen, die mit Steinen, Eisenstangen und Holzlatten bewaffnet waren, am Rande der Bundesstraße BR 101 totgeschlagen. Die Hetzer in der Gruppe schrien “schlagt ihn tot” und die Meute folgte seiner Aufforderung. Die Polizei erschien 2 Stunden nach dem Vorfall und nahm den Jugendlichen in das Unfallkrankenhaus mit, wo er verstarb. Über die Gründe für die Lynchjustiz herrs…

Der Bürgermeister von Konstanza und der Berlusconi-Effekt

Radu Mazăre ist Bürgermeister der rumänischen Hafenstadt Konstanza am Schwarzen Meer. Geboren 1968 in Bukarest gehört er zu jüngeren Generation rumänischer Politiker. Er begann seine Laufbahn als Journalist, gründete Zeitungen, beteiligte sich an Radio- und Fernsehstationen. Im Jahr 2000 wurde er zum Bürgermeister der Stadt gewählt und danach in Folge bis heute in diesem Amt bestätigt.

Mazăre ist durch Skandale aller Art aufgefallen, aber auch dadurch, dass er sich geschickt inszenieren kann. Die Antikorruptionsbehörde ist schon längere Zeit hinter ihm her, er wird verdächtigt Verbindungen zur Unterwelt von Konstanza zu haben. Vorgeworfen werden ihm illegale Grundstücksgeschäfte und Bestechung. Ein Fußballspieler der Mannschaft Petrolul Ploiesti hat ihn vor kurzem verklagt, weil er von den Sicherheitsleuten von Mazare verprügelt worden war. Ansonsten fällt er durch sein extravagantes Benehmen auf, er ist auf einem Fest in Nazi-Uniform aufgetreten und erscheint zu Wahlen in Che-Gueva…

10 gute Gründe für die Unabhängigkeit Schottlands

“National Collective” ist eine Gruppe von schottischen Kunstschaffenden und Kreativen, die für die Unabhängigkeit Schottlands eintreten. Gegründet wurde die Gruppe von in Edinburgh im Jahr 2011. Seither hat die Bewegung starken Zulauf bekommen und zählt jetzt über 2.000 Mitglieder. Die Gruppe bezeichnet sich als eine parteiunabhängige Bewegung für Künstler und Kreative, die die schottische Unabhängigkeit unterstützen.

“National Collective” unterhält eine Webseite gleichen Namens. In ihr erklärt der Aktivist Michael Gray 10 Gründe, warum Internationalisten die schottische Unabhängigkeit unterstützen sollten. Er meint, dass Schottland nicht nur nach innen sehen sollte, sondern auch die Unabhängigkeit als Chance begreifen sollte, der internationalen Gemeinschaft beizutreten. Und dies sind seine Gründe:

Ein unabhängiges Schottland wird die U-Boot-Flotte atomar abrüsten. Dies ist ein Schritt hin zur globalen Abrüstung und einer friedlicheren Welt.Ein unabhängiges Schottland wird Friedensmis…

Wie befriedet man eine Favela?

Die Zeit berichtet am 30. März:
“Sondereinheiten der brasilianischen Militärpolizei sind in eine Armensiedlung von Rio de Janeiro eingerückt. Mehr als 1.000 Beamte hätten den aus 16 Favelas bestehenden Komplex Maré mit knapp 140.000 Bewohnern besetzt, berichten Lokalmedien.
Der Einsatz habe eine Viertelstunde gedauert, zu größeren Zwischenfällen zwischen bewaffneten Banden und den Sicherheitskräften sei es nicht gekommen. Die Polizei verhaftete mehr als 10 Menschen und beschlagnahmte mehrere Kilogramm Rauschgift.”

Und wie sieht die Lage aus der Sicht der Betroffenen aus? Davon berichtet der Blog der “Nationalen Bewegung für das Recht auf Wohnraum (MNLM)” aus Rio de Janeiro:

“Die großen Medien haben gestern routinemäßig über den großen Erfolg der militärischen Invasion zur Befriedung von Maré berichtet. Die positive Berichterstattung kontrastiert mit den Berichten über die von den Polizisten bei der Invasion ausgeübte Gewalt und den Missbrauch ihrer Macht. Polizisten, die ohne Hausdurc…

Fahrerflucht und politischer Zickenkrieg in Madrid

Esperanza Aguirre ist die ehemalige Präsidentin der autonomen Region Madrid. Die Dame ist sehr streitbar und ehrgeizig. Sie gehört der Regierungspartei Partido Popular (PP) an und ist die Führerin der PP in Madrid, ist aber mit der ebenfalls derselben Partei zugehörenden Oberbürgermeisterin von Madrid, Ana Botella, über Kreuz. Auf Grund ihrer heftigen Angriffe gegen Botella unterstellt man in Madrid Aguirre, dass sie daraufhin arbeite, die nächste Oberbürgermeisterin von Madrid werden zu wollen. Es gibt noch eine dritte Kandidatin aus derselben Partei, der man Aspirationen auf den OB-Sitz nachsagt: Cristina Cifuentes, die Delegierte der Regierung in Madrid. Regierungsdelegationen (Delegación del Gobierno) sind eine spanische Spezialität. Entsprechend der Verfassung vertreten die Delegierten der Regierung den Zentralstaat in den Autonomen Regionen. Sie sind dem Finanzminister unterstellt. Cifuentes kontrolliert also Ana Botella und den Präsidenten der autonomen Region Madrid im Auftrag…

Ein rumänisches Dorf: Verkehrsschilder statt Wasseranschluss

Patru Fraţi (auf deutsch: Vier Brüder), ein Dorf in der walachischen Ebene nordöstlich von Bukarest hat eine Hauptstraße, die 9 km lang ist. Rumänische Dörfer sind oft Straßendörfer, die Häuser stehen an der Hauptstraße dahinter ist nichts. Patru Fraţi hat weder fließendes Wasser noch Abwasserkanäle. Aber was man ihm nicht nehmen kann: Es verfügt entlang seiner Straße über 200 Verkehrszeichen. Die Straße ist wenig befahren, an den Straßenrändern vergnügt sich das Federvieh im Gras.

Autofahrer, die das Dorf queren, kommen aus dem Staunen nicht heraus. Die Anhäufung der Verkehrsschilder verlangt höchste Aufmerksamkeit. Manchmal stehen drei bis vier, fünf direkt nebeneinander. Der 60-jährige Fahrer Victor berichtet: “In den dreißig Jahren seit ich Auto fahre, habe ich so etwas nicht gesehen: Das ist die größte Dummheit, die meine Augen je gesehen haben! Es ist fast unmöglich derart vieler Verkehrsschilder auf einem Quadratmeter unterzubringen. Man hat keine Zeit auf den Verkehr zu achte…