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Es werden Posts vom September, 2012 angezeigt.

Wer Diaconescu zum Freund hat, braucht keine Feinde mehr

Dan Diaconescu, Journalist, Parteigründer und populistisches Großmaul, will den rumänischen Konzern OLTCHIM retten. OLTCHIM ist nicht irgendeine kleine Firma, sondern war unter dem Diktator Ceasusescu der Stolz Rumäniens. OLTCHIM ist eine Chemiefabrik, die viele chemische Produkte, vor allem auf PVC-Basis, herstellt und nach eigenen Angaben 5.000 Beschäftigte hat. Gegründet wurde der Betrieb im Jahre 1966 mit Sitz in der am südlichen Karpatendurchbruch des Flusses Olt gelegenen Stadt Ramnicu Valcea. 2005 wurde der Betrieb einer umfassenden Modernisierung unterworfen. Eigentümer der Aktiengesellschaft ist der rumänische Staat.

OLTCHIM ist völlig überschuldet. Anfang des Jahres wurde von der rumänischen Regierung auch auf Drängen der EU ernsthaft erste Schritte zur Privatisierung des Betriebes unternommen. Wobei die damalige Regierung sich den zukünftigen Eigentümer selbst aussuchen wollte und auf Grund der Bedeutung des Unternehmens im Land einen “strategischen Investor” im Auge hatte.…

Spaniens Polizei für besondere Fälle verleiht Orden an Jungfrau Maria

Die “Guardia Civil” ist in Spanien die kasernierte Polizei, die keine sehr rühmliche Vergangenheit hat. Sie ist eine Kreuzung zwischen Polizei und Militär und wurde im spanischen Bürgerkrieg von Diktator Franco zur blutigen Unterdrückung der republikanischen Spanier eingesetzt. Ausgezeichnet hat sie sich auch im Kampf gegen separatistische Bewegungen im Baskenland und Katalonien. 1981 versuchte der Guardia-Civil Oberst Tejero durch Erstürmung des Parlaments die spanischen Uhren noch einmal in die Franco-Zeit zurück zu drehen.

Gegründet wurde die Truppe 1844 von Isabella II. Wie es sich für ein ausschließlich katholisches Land gehört, bekam die Guardia Civil eine Schutzheilige und da es in Spanien viele Formen der Mutter von Jesus, der Jungfrau Maria gibt, hat man die “Virgen Maria del Pilar” (grob übersetzt: Die Jungfrau Maria von der Säule) ausgesucht. Seither steht in guten und wie in schlechten Zeiten die Guardia Civil unter diesem jungfräulichen Schutz. Als Relikt vergangener Ze…

Rio de Janeiro befreit Guanabara von Müllhalden und gibt den Müllsammlern eine neue Zukunft

Rund um die Guanabara-Bucht von Rio de Janeiro gibt es zahlreiche illegale Müllhalden. Eine nach der anderen wird jetzt vom Bundesstaat Rio de Janeiro deaktiviert. Auf jeden Fall ist “deaktivieren” das Wort, das man in Rio dafür verwendet. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde jetzt die letzte illegale Müllkippe an der Guanabara, die von Guapimirim im Stadtteil Baixada Fluminense “deaktiviert”. Der Umweltstaatssekretär der Bundesstaates, Carlos Minc, und seine Entourage staunten allerdings nicht schlecht als während der Zeremonie noch Lastwagen vorfuhren und ungerührt Müll abluden.

Die Müllkippe von Guapimirim existiert seit 1985. Sie liegt im atlantischen Waldgürtel und bedeckt 60.000 qm Gelände. Täglich wurden dort 35 Tonnen Müll ohne jede Kontrolle abgeladen. Die Überwachungsbehörden haben dies bemängelt und die Müllkippe als Gesundheitsrisiko eingestuft. Das verseuchte Abwasser der Müllhalde floss bisher ohne Behandlung in die Guanabara.

Es stellte sich heraus, dass nicht einmal…

Spanische Militärs wollen katalanische Politiker vor Kriegsgericht stellen

Die institutionelle Krise in Spanien spitzt sich durch die Drohung Kataloniens, sich einseitig unabhängig zu erklären, immer mehr zu. Die größte Oppositionspartei PSOE (Sozialisten) schlägt als Mittelweg die Änderung der Verfassung im Hinblick auf die Einrichtung eines spanischen Bundesstaates vor. Die konservative Regierung ist sich uneins, wie weit man den Katalanen entgegen kommen soll, aber es verstärkt sich der Widerstand gegen eine Änderung der Verfassung.

Spanien wurde bis Ende der siebziger Jahre von einer Militärdiktatur unter dem Diktator Francisco Franco regiert. Nach der Wende zur Demokratie versuchte 1978 der Oberst Tejero einen Putsch, der aber dank der abweisenden Haltung des Königs keinen Erfolg hatte. Aber die Allmachtsphantasien der Militärs, die sich für die Hüter der spanischen Verfassung halten, sind immer noch vorhanden. In dem sich zuspitzenden Konflikt hat sich nun der Vereinigung des spanischen Militärs (Asociación de Militares españoles (AME)) zu Worte gemel…

Rumänische Justiz: Die flinken Richter von Cornetu

Cornetu, ein kleiner Ort im Kreis Ilfov, 20 km von Bukarest entfernt besitzt ein Gericht. Es wurde 2006 eingerichtet, um auch der Landbevölkerung eine funktionierende Justiz zu gewährleisten. Und wie sie funktioniert! Das Gericht in Cornetu ist in Rumänien bekannt als die “Fabrik für Urteile”. Die Zahlen sind beeindruckend: Im Jahr 2011 hat ein Richter in 4.000 Verfahren entschieden. Durchschnitt für rumänische Richter sind 1.000 Verfahren pro Jahr, in Europa soll der Schnitt sogar nur bei 250 liegen. Bis zu 300 Verfahren werden pro Tag in Cornetu abgewickelt.

Diese großartige Leistungsbilanz hat einen Reporter der Zeitung Adevarul dazu veranlasst, eine Reise nach Cornetu zu unternehmen und sich einen Gerichtstag dort anzusehen. Erschüttert war er schon einmal über die Dauer der Fahrt für die 20 km: Eine schmale und holprige Straße führt aus Bukarest raus, Felder rechts, links Berge von Müll, Huperei und Bauruinen und endlich nach einer Stunde Fahrzeit das Gerichtsgebäude von Cornetu.…

Die Fahne bleibt hängen bis wir unabhängig sind

Der Streit zwischen der spanischen Regierung und der Regierung Kataloniens spitzt sich zu. Nach einem Treffen zwischen dem Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und dem katalanischen Präsidenten Artur Mas kam es gestern zu keiner Einigung über einen Fiskalpakt für Katalonien. Auf jeden Fall hat Rajoy zu den katalanischen Vorschlägen “No” gesagt und Mas hat danach erklärt, dass seine Regierung “Maßnahmen ergreifen werde”.

Worin die bestehen bleibt noch unklar, aber der Sprecher des katalanischen Präsidenten, Francesc Homs, hat jetzt einen draufgelegt und erklärt, dass man in aller Ruhe in den nächsten Wochen, Monaten oder 4 Jahren Entscheidungen treffen werden, zu denen der Aufruf zu einem Referendum oder zum Beispiel die Proklamation eines eigenen Staates gehöre. “Der Weg ist klar. Dafür gibt es keine Umkehr. Ich war schon immer ein Anhänger der Unabhängigkeit”, erklärte Homs. Für ihn liegt der Vorteil der Unabhängigkeit darin, dass man ein Teil Europas bleiben und eine große Konsolidier…

Statt Blitzkrieg bereichert der Wutbürger das Deutschlandbild der Briten

Die Zeitung “The Guardian” hat den Versuch unternommen den Briten den neuen Typ der Deutschen und das was ihm heutzutage wichtig ist, nahe zu bringen. Sicher wird manch ein Anhänger des alten Deutschlandbildes enttäuscht sein, dass in diesem Land keine Menschen mehr mit strengem Scheitel und gestutztem Schnauzer Sieg-Heil brüllend durchs Land laufen. Schließlich gehört es für traditionsbewusste Briten zum guten Ton, sich aus Spaß auch mal in Nazi-Uniform zu präsentieren und zu denken, dass das deutsch sei.

Jetzt sollen die Briten lernen, dass wir “Wutbürger” sind. “Anger citizens”, als deren Geburtsstunde der Kampf gegen den neuen Stuttgarter Hauptbahnhof angegeben wird. Bemerkenswert sei, dass die soziale Mischung der Protestanten nicht mehr aus langhaarigen Jugendlichen oder Glatzköpfen bestehe, sondern eine bunte Mischung eher älterer Menschen. Aber sie wüten nicht nur über lokale Politik, sondern laut “Guardian” beklagen sie sich ebenfalls über faule Griechen, korrupte Bürokraten…

Demoralisierte Spanier misstrauen jedem und allem

Spanien um Jahrhundertwende: Ein Ministerpräsident, der Arm in Arm mit Bush Jr. und Tony Blair den Irak-Krieg anzettelte. Das Trio von den Azoren. José Maria Aznar hieß damals der Ministerpräsident, der meinte Spanien sei damit wieder endgültig in den Kreis der Großmächte zurückgekehrt. Damit war der Niedergang der einstigen Weltmacht nach seiner Meinung wieder hergestellt, denn seit dem verlorenen Krieg gegen die USA 1898 um Kuba ging es sowohl mit der Macht wie auch der Moral der Spanier bergab.

Der Schriftsteller Juan Goytisolo beschreibt die Gefühle der Aznarschen Epoche: “Vor mehr als einem Jahrzehnt bewunderte die ganze Welt das sogenannte “spanische Wunder”. Unser Ministerpräsident, der Held der Rückeroberung des Petersilien-Inselchens und Mitglied des berühmten Trios von den Azoren, das den noblen und ertragreichen (die Zahlen sprechen!) Kreuzzug zur Befreiung des Irak und Neutralisierung von dessen tödlicher Waffen begann, versicherte wem immer, der es hören wollte, dass Spa…

Rumäniens Regierung schenkt seine Schülern ein neues Abitur

Rumäniens Senat hat jetzt einen Gesetzentwurf verabschiedet, mit dem ein Berufsabitur in Rumänien eingeführt wurde. Auf Rumänisch nennt es sich “bacalaureat professional”. Die Zeitung Romania Libera berichtet, dass das Berufsabitur den Schülern das Recht zum Zugang auf den Arbeitsmarkt gibt, aber kein Recht zum Zugang zu Hochschulen.

Die rumänische Erziehungsministerin Ecaterina Andronescu hat versucht ihren Landsleuten zu erklären, was das für die Zukunft bedeutet. Ihrer Ansicht nach wird mit dem Berufsabitur das bisherige Berufsschulwesen reformiert. Bisher wechselten Schüler nach der 9. Klasse des Gymnasiums in die Berufsschulen, jetzt soll der Berufsschulunterricht bereits nach der 8. Klasse beginnen. Die Schüler sollen damit besser in den Arbeitsmarkt integriert werden. Originaltext Ministerin: “Durch das Berufsabitur wollen wir die beruflichen Kompetenzen stärken und die Absolventen attraktiver für die Arbeitgeber machen. Das Berufsabitur-Zeugnis ist eine Eingangsschein für de…

Fessenheimer lieben ihr Atomkraftwerk, weil sie der Meinung sind, dass man Geld doch essen kann

Das Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass wird geschlossen. Das hat der französische Staatspräsident François Hollande jetzt entschieden. Zwar erst 2016, aber es soll endlich dicht gemacht werden. Während auf der deutschen Seite des Oberrheins ein sichtbares Aufatmen durch die Bevölkerung geht, haben viele Elsässer und vor allem die Fessenheimer verheulte Augen. Die Atomkraft sitzt ihnen so tief in der Knochen, dass sie ohne sie einfach nicht mehr leben wollen.

Die Bürgermeisterin von Fessenheim, Fabienne Stich, drückt das Bedauern stellvertretend für ihr Dorf aus: “Ich bin klar enttäuscht. Das ist eine rein ideologische Entscheidung. Man verspricht uns, dass die Arbeitsplätze erhalten werden: Für die Angestellten von EDF (Betreiber) wird das vielleicht stimmen, aber für die anderen? Die 200 kleinen lokalen Unternehmen, die für das AKW arbeiten? Darüber hinaus hat EDF bisher die Hälfte des Gemeindehaushalts getragen. Ich werde an der Arbeitsgruppe teilnehmen, die die Auswirkungen der S…

Käfighaltung von Jugendlichen in Brasilia soll endlich verschwinden

Auch in Brasilien möchte man gerne straffällige Jugendliche über eine entsprechende Behandlung im Jugendgefängnis für die Gesellschaft resozialisieren. Dass man sich dabei bisher nicht viele Mühe gegeben hat, zeigt die Jugendstrafvollzugsanstalt “Caje” in der Hauptstadt Brasilia. Eigentlich für 162 Jugendliche eingerichtet, sind derzeit 377 dort interniert. Am vergangenen Samstag wurde ein Jugendlicher von 15 Jahren von seinen Mitbewohnern aufgehängt. Seit Ende August ist er der dritte ermordete Jugendliche im Caje.

Die zuständige Sekretärin für Kinder in Brasilia erklärt dazu: “Seit Jahrzehnten hat man das Zentrum verwahrlosen lassen. Die Überfüllung führt zu Streitereien und Gewalt, die man nicht in den Griff bekommt. In einem Umfeld wie diesem ist es schwer eine Politik der Resozialisierung zu betreiben”. Bereits 2010 hatte das Innenministerium des Bundesdistrikts und der Nationalrat für Justiz die Schließung des Zentrums wegen seiner “chaotischen Struktur” und der Tatsache, dass …

Madrid soll das Zentrum der europäischen Spielsucht werden

Madrid hat scheinbar das Rennen um die Errichtung des Casino-Komplexes “Eurovegas” gemacht. Barcelona hat das Nachsehen. Beide Städte sind von dem US-Magnaten Sheldon Adelson nach bester Art gegeneinander ausgespielt worden. Gegenüber der katalanischen Regierung soll der Milliardär die Verlegung des Internationalen Flughafens von El Prat gefordert haben. Ein Zeichen, mit welcher Unverfrorenheit hier Regierungen erpresst werden. Erstaunlich ist, dass die maßgebenden Politiker zu allem bereit sind, um den Heilsbringer aus Las Vegas günstig zu stimmen.

So verplapperte sich die Präsidentin der Region Madrid, Esperanza Aguirre, bei einem Interview, als sie auf eine Frage, ob man in den Casinos des zukünftigen Eurovegas auch rauchen dürfe, antwortete, dass man das prüfen wolle. Und das, obwohl es in Spanien ein strenges Rauchverbot in Restaurants und Unterhaltungsräumen gibt. Sie ruderte ein bisschen zurück, indem sie erklärte, dass die Aufhebung des Rauchverbots dann natürlich alles Casin…

Katalanen mit Drang zur deutschen Sprache

Barcelona und die Region Katalonien grenzen an Frankreich. Es ist nicht verwunderlich, dass dort deshalb die französische Sprache einen hohen Stellenwert hat. Deutsch war dagegen etwas für Liebhaber. Die Landesregierung förderte umfangreich den Französischunterricht an den Schulen. Bereits nach der deutschen Wiedervereinigung und dem Fall des eisernen Vorhangs zeichnete sich aber ab, dass die deutsche Sprache in Katalonien und Spanien bisher völlig unter ihrem Wert eingestuft war. In Wirtschaftskreisen begann man zu erkennen, dass Deutsch nicht nur in den wirtschaftlich potenten Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz gesprochen wurde, sondern auch ein wertvolles Hilfsmittel für den Zugang zu den osteuropäischen Märkten war.

Bereits damals versuchte die katalanische Landesregierung, unterstützt vom lokalen Deutschlehrerverband das Verhältnis zwischen Deutsch- und Französischlehrern zu verändern. Da gab es aber ein erhebliches Problem: Die Lehrer für Französisch hatten langfr…

Was Marseille zur vorrangigen Sicherheitszone macht

Der französische Präsident François Hollande hatte während seiner Wahlkampagne versprochen seinen besonderen Augenmerk auf die Großstädte mit schwierigen Sicherheitsproblemen zu legen. Definiert wurden diese “Zonen mit vorrangiger Sicherheit” (zones de sécurité prioritaires) als Gebiete mit tief verwurzelter Kriminalität im Bewusstsein der Bevölkerung. 15 solcher Zonen wurden bisher festgestellt, unter anderem gehört auch Marseille dazu.

Die Zeitung Libération widmet sich in der Ausgabe vom 6. September der Situation in Marseille, der ärmsten Großstadt Frankreichs. Die Situation der Stadt ist derart alarmierend, dass die französische Regierung einer interministerielles Komitee zur Analyse der Situation einberufen hat. Das größte Problem ist der wirtschaftliche Niedergang durch die gesunkene Bedeutung des Hafens, die eine wirtschaftlich positive Entwicklung und Anreiz zur Ansiedlung von Unternehmen verhindert. Die Stadt verarmt aus diesem Grund immer mehr, 31% der Bevölkerung muss mit…

Wirtschaftskrise und Vernunft bescheren Barcelona ein neues Verkehrskonzept

Barcelona erwacht wie alle Jahre zu dieser Zeit aus dem Schlaf der Sommerferien. Es herrscht Hektik auf den Straßen, der Schulbeginn steht bevor. Weil viele Schüler nicht in eine Schule um die nächste Ecke gehen, sondern in der Regel mit Bus oder privat in eine weit entlegene Schule befördert werden müssen, erfährt der Stadtverkehr eine Belastungsprobe und es kommt in der Regel auch prompt zu einem Verkehrschaos, da auch gleichzeitig alle Geschäfte und Betriebe ihre Arbeit wieder zu hundert Prozent aufnehmen.

Wir es dieses Jahr wieder so sein? Die Medien in Barcelona sind sich nicht so sicher. Die Wirtschaftskrise und Vernunft haben inzwischen viele Menschen umgestimmt. Eine wachsende Menge steigt auf den Nahverkehr um und verzichtet auf das Auto. Viele natürlich gezwungenermaßen, weil die Benzinpreise den Individualverkehr zu einem teuren Vergnügen machen. Die Stadtverwaltung hat sich dazu auch etwas Neues einfallen lassen. Der Busverkehr wurde auf ein “rechtwinkliges Verkehrskonze…

Schottland setzt auf die Erneuerbaren Energien

Die schottische Regierung hat einen Preis ausgesetzt, der sich “Saltire Prize Challenge” nennt. Mit diesem Preis fördert die schottische Regierung Entwicklungen im Bereich der Energien des Meeres, insbesondere Nutzung der Gezeiten für die Energiegewinnung. Das Preisgeld beträgt 10 Millionen £. Jeder kann sich bewerben, eine einzelne Person, Mannschaften oder Unternehmen weltweit. Die Hürde für den Preisgewinn besteht darin, dass die installierte Anlage eine elektrische Leistung von mindestens 100 GWh über eine 2-Jahresperiode erbringen muss. Die Leistung muss allein über die Energiekraft des Meerwassers erbracht werden.

Die Regierung lobt Schottland als die weltführende Region für die Industrie der Erneuerbaren Energien. Schottland besitze 25% des europäische Gezeitenpotentials und 10% des Potentials der Nutzung von Wellen. Mit dem “European Marine Energy Centre (EMEC)”  auf den Orkney-Inseln verfügt Schottland über ein einzigartiges Test-Center für Prototypen des Energiegewinnung du…

Tabatinga sehen und hoffentlich nicht krank werden

Es gibt Orte auf der Welt, die noch sehr unzugänglich sind. Einer dieser Orte ist die Kleinstadt Tabatinga am Amazonas im Dreiländereck Brasilien, Kolumbien und Peru. Die Stadt zählt etwa 50.000 Einwohner. Der Name der Stadt soll aus der Indiosprache Tupi-Guarani stammen. “Taba” steht für “Haus” und “tinga” für “weiß”. Vereint in seiner Einsamkeit ist Tabatinga mit dem Ort Leticia, das direkt angrenzend in Kolumbien liegt und etwa 67.000 Einwohner haben soll. Die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, Manaus, ist nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar. Letzteres Verkehrsmittel braucht 3 Tage, um Manaus zu erreichen. In der Stadt gibt es so gut wie keine Abwasserentsorgung, den Strom gibt es ab und zu und die Straßen sind bis auf wenige Ausnahmen ungeteert. Die Hauptstraße ist die Avenida da Amizade (Straße der Freundschaft), sie verbindet Tabatinga mit Leticia.

Die brasilianische Verfassung garantiert allen ihren Bürgern das Recht auf Gesundheit und verpflichtet den Staat alles zu t…

Ceausescu’s Securitate lebt und wühlt von Deutschland aus

Ist es nun ein beleidigter Ministerpräsident, der diese neue Verschwörungstheorie auf den Tisch bringt? Auf jeden Fall erklärte der rumänische Ministerpräsident Victor Ponta gegenüber dem Fernsehsender Antena 3, dass die Securitate nicht tot sei, sondern ihre besten Protaganisten von Deutschland aus gegen die rumänische Regierung und die Regierungspartei USL wühlten.

Wörtlich erklärte Ponta: “In Deutschland hat die ehemalige Securitate von Ceauşescu immer noch ihre besten Leute. Schauen sie hin, man schreibt nur das, was sein muss über Rumänien, aus dem Zyklus “wir dienen dem Land”. Der nennt sich Schwartz, aber spricht rumänisch wie ich und sie, Schwartz sind sie nur in ihrer Seele…. Die Idee war, dass ich nicht das Genie bin, das keine Probleme schaffen will. Ehrlich gesprochen glaube ich, dass wir die Wahlen gewinnen werden, aber gleichzeitig gibt es ein Gefühl der Frustration und Überdrüssigkeit über die Art und Weise wie wir behandelt werden….. Wie wir sehen kommen die Attacken…