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Es werden Posts vom November, 2011 angezeigt.

Barcelona und das motorisierte Zweirad

Motorräder und Mopeds machen inzwischen 23% des Fahrzeugparks von Barcelona aus. Im Jahr 2001 hatten sie noch einen Anteil von 17%. Sie sind dominierend im Verkehr und gleichzeitig die größten Unfallverursacher. Täglich gehen in der Stadt 17 Motorradfahrer zu Boden. Während die allgemeinen Unfallzahlen im Verkehr zwischen 2007 und 2010 um 17,5% gesunken sind, sind die Unfälle beschränkt auf die Zweiräder im gleichen Zeitraum um 1,7% gestiegen. Die Verkehrspolizei in Barcelona erklärt dazu, dass die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls bei den Motorradfahrern um 13 bis 17 mal höher ist wie beim übrigen Verkehr. Von den 39 Toten bei Unfällen im Straßenverkehr waren 2010 19 Motorradfahrer, also fast die Hälfte der Verkehrstoten.

Im Jahr 2004 wurde in Spanien die Regelung eingeführt, dass Autofahrer mit dreijähriger Fahrpraxis einen Führerschein für ein Motorrad bis 125 cbm erhalten konnten. Den Führerschein nannte man B+3. Er entwickelte sich immer mehr zu einem Hauptproblem, denn di…

Die Himba und der Glücklichkeitsfaktor

Im Kaokoveld im Nordwesten von Namibia leben die "Himba", ein Herero-Stamm. Ein Reiseführer schreibt, dass sie ihre bisherige Lebensweise im Gegensatz zu anderen Herero-Stämmen beibehalten haben. Sie leben in kleinen Clans, sind Hirten und Halbnomaden und besitzen hauptsächlich Rinder, aber auch Ziegen und Schafe.

Es gibt Tourismus, der uns Zivilisationsmenschen diese glücklichen Menschen, von denen es vielleicht noch 10.000 gibt, zeigen und zum Nachdenken anregen soll. Die namibische Regierung sieht in ihnen allerdings keine glückliche Menschen, sondern nur arme Menschen, die man glücklich machen muss. "Die sogenannte traditionelle Lebensweise der Himba, die in den westlichen Ländern immer so hoch gehalten wird, ist aus Armut geboren. Warum haltet ihr in Europa Armut für schützenswert?", soll ein namibischer Politiker gefragt haben.

Südlich von Opuwo, der Hauptstadt des Kumene Distrikts: In einem staubtrockenen Tal mit dornigen Büschen und Mopane-Bäumen hämmert…

Heroin beliebteste Droge in rumänischen Gefängnissen

In den rumänischen Gefängnissen führt in der Hitliste der konsumierten Drogen das Heroin. Dies sind die Ergebnisse einer Studie aus diesem Jahr. Nach Heroin kommt Kokain und Haschisch. Weniger beliebt sind Amphetamine und LSD. Im Vergleich dazu steht die rumänische Gesellschaft in erster Linie auf ethnobotanischen Produkten, gefolgt von Haschisch, Ecstasy. Erst an vierter Stelle kommen hier Heroin und Kokain.

Wie kommt das Rauschift nun überhaupt in die Gefängnisse? Nach Ermittlungen des ärztlichen Dienstes der rumänischen Gefängnisverwaltung wird es in Gewürzkissen versteckt, im Zuckerguss von Gebäck oder in Konservendosen in das Gefängnis geschmuggelt. Beliebt ist auch der Medikamentenmissbrauch. Einige sind in Apotheken ohne ärztliche Verschreibung erhältlich oder man kauft diese über Verschreibungen für andere Personen. Hinsichtlich dieser Möglichkeiten gibt es einen Tauschhandel unter den Gefangenen. Des weiteren sind Schmuggelmedien Honiggläser, Schokoladenverpackungen oder man…

Spanische Bahn bietet bald drahtloses Reisevergnügen

Die spanische Bahn RENFE beabsichtigt, bald in allen Schnellzügen, insbesondere aber in den Hochgeschwindigkeitszügen des AVE, den Computernutzen gratis eine Drahtlosanbindung (WiFi) zu ermöglichen. Bisher gab es in spanischen Zügen kaum eine Möglichkeit in den Zügen sich drahtlos mit dem Internet zu verbinden.

Gratis wird dieser Service, weil sonst nach den Erfahrungen des Direktors für Technologie von RENFE das Interesse der Nutzer gering sein wird. Er erläutert dies so: “Das haben wir in unserem Land klar. Wenn man zahlen muss, dann ist das für die Nutzer schon nicht mehr “WiFree” und damit lässt das Interesse der Passagiere erheblich nach. Unsere Umfragen haben ergeben, dass von 90% der Interessenten nur noch 20% interessiert wären, wenn sie zahlen müssten”.

Der Service wird nach und nach eingeführt. RENFE verfügt über 1.200 Züge, die entsprechend ausgestattet werden müssen. Aber sogar Vorort-Züge (Cercanias) sollen dann über Drahtlosverbindungen verfügen. Damit die Nutzer angesi…

Rio’s Mörder-Miliz treibt Abgeordneten ins Ausland

Die Milizionäre, in Brasilien “Milicianos” genannt, sind Mörderbanden, die überwiegend aus Polizisten oder ehemaligen Polizisten bestehen. Sie dominieren in schmutzigen Geschäften in Rio de Janeiro, terrorisieren die Bevölkerung und bringen missliebige Menschen einfach um.

Im September entdeckte der Geheimdienst der Militärpolizei ein Komplott gegen den Abgeordneten Marcelo Freixo. Die Milizionäre hatten beschlossen ihn umbringen zu lassen. Ein ehemaliger Feldwebel der Militärpolizei, genannt Carlão, der zu den Berufskillern der Miliz im westlichen Rio de Janeiro gehört, soll den Auftrag bekommen haben, den Abgeordneten für 400.000 R$ (ca. 163.000 Euro) zu exekutieren. Das geplante Attentat wurde von mehreren Bürgern den Sicherheitsbehörden anonym angezeigt. Am 28. September versammelte sich eine Gruppe von Milizionären in der Favela Cidade de Deus, um das weitere Vorgehen zur Ermordung des Abgeordneten zu besprechen. Am 13. Oktober kamen 50 Führer der Milizen, die mehr oder weniger …