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Es werden Posts vom August, 2010 angezeigt.

Hilfe Frankreich! Ein Wallone kotzt sich aus

Belgien steht seit Jahren vor einer Zerreissprobe. Der Konflikt zwischen den beiden Volksgruppen der Flamen und Wallonen scheint nicht mehr kittbar. Hier die Flamen mit ihrer niederländischen Sprache und dort die Wallonen, französisch sprechend und sich dem französischen Kulturkreis zurechnend.

Vor dieser Kulisse kommt im französischen Online-Magazin "Agoravox" ein verzweifelter Wallone zur Sprache. Er titelt: Zu Hilfe Frankreich! Und er fährt fort in Richtung Franzosen: "Ihr seid unsere nächsten Brüder und ihr tut wie wenn nichts wäre, während wir 2 Finger breit davon entfernt sind, zum Kosovo eines Ex-Jugoslawien zu werden, das uns erniedrigt und versucht uns unter sein Joch zu bekommen. Wir sind eure kulturellen Brüder, mehr noch als ein anderer Staat der Frankophonie und ihr hört uns nicht! Schlimmer noch, ihr versteht überhaupt nichts von unseren Problemen..."

Was treiben die Co-Belgier, die Flamen, in seinen Augen: "Sie haben ein furchtbares K…

Ich bin kein Roma!

Offiziell gibt es in Rumänien 535.250 Roma, populär auch Zigeuner (ţiganii) genannt. Aber die Führer der Volksgruppe behaupten, dass die Zahlen wesentlich höher liegen. Für die Differenze sind die "Seiden-Zigeuner" verantwortlich, diejenigen, die die Tatsache, dass sie Roma sind, nicht zugeben. Ein kleines rumänisches Dorf steht stellvertrende für diese Situation: Prislop, im Kreis Hermannstadt / Sibiu, zählt nur 300 Seelen, davon sind 95% Roma, nur 15 Personen sind Rumänen. Aber offiziell haben laut letzter Volkszählung sich die meisten für "Rumänen" erklärt. Die Erklärungen lauteten: "Wir sind keine Roma, nur Seiden-Zigeuner, weil wir die Zigeunersprache nicht sprechen. Wir sind Seiden-Zigeuner, weil wir nur rumänisch sprechen. Deswegen haben wir uns als Rumänen bezeichnet."

Die Roma-Vertreter in Rumänien behaupten, dass ihre Zahlen um das 3 bis 4-fache höher liegen als die offiziellen Zahlen. Damit käme man auf 1,5 bis 2 Millionen Roma in R…

Todesschwadrone dürfen beruhigt weiter morden

Der Fall des Rechtsanwalts Manoel Mattos, über den ich unter dem Titel "Brasilien: Hinrichtung eines Rechtsanwaltes" im Januar 2009 berichtet habe, scheint sich zu einem Trauerspiel der brasilianischen Justiz auszuweiten. Der brasilianischen oberste Gerichtshof (STJ) sollte schon seit längerem über die Übertragung dieses Falles, dessen Aufklärung in Nordost-Brasilien nicht von der Stelle kommt, an die brasilianischen Bundesbehörden entscheiden. Den Bundesbehörden traut man mehr Unparteilichkeit bei der Aufklärung zu als den Landesbehörden der Bundesstaaten Paraiba und Pernambuco, deren Autoritäten tief in den Sumpf Todesschwadrone verwickelt sind.

Der STJ hätte am 25. August entscheiden sollen, aber statt einer Entscheidung, hat er das Problem noch einmal vertagt. Die Entscheidung soll jetzt am 8. September fallen.

"Anistia Internacional" (brasilianische Organisation von "Amnesty International", AI) hat in einem Brief an den STJ vor der erne…

Stierkampf dank Steuergelder

Die spanische Gruppe für Umweltschutz "Ecologistas en Acción" hat das Verhalten von spanischen Behörden kritisiert, die trotz fallendem Interesse an Stierkämpfen in Spanien weiterhin mit Steuergeldern den Bau von neuen Stierkampfarenen fördern. Dafür würden sie oft Gelder zweckentfremden, die zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und für nachhaltige Projekte gedacht seien. Der Sprecher der Umweltorganisation, Theo Oberhuber, erklärte, dass man damit viele Stierkämpfe künstlich am Leben erhalte gegen die Meinung der Mehrheit der spanischen Gesellschaft.

Nach Mitteilung der Organisation hat sich die Anzahl der Stierkampf-Feste in Spanien von 2007 bis 2009 um fast 30% vermindert. Besonders stark war der Rückgang in den stierkampfbegeisterten Regionen wie Murcia (53% weniger), Valencia (45%), Andalusien (42%), Baskenland (35%), Castilla-La Mancha (31%) und Madrid (26%). Nach einer Umfrage sind nur noch 9,4% der Spanier sehr am Stierkampf interessiert.

Der Staat fin…

Heimat der Schläger

Es gibt ein Dorf des Grauens in der Schweiz. Es ist das Dorf Schüpfen. Schweizweit als Heimat der Schläger bekannt. Viele Bewohner trauen sich kaum noch auf die Strasse. Wenn, dann nur noch mit Pfefferspray.

Schüpfen liegt im Kanton Bern. Den Ort bewohnen 3.464 Personen, davon 3.225 Schweizer und 239 Ausländer (Stand: 31.12.2009). Eigentlich alle Voraussetzungen für eine ruhige und übersichtliche Gemeinde. Aber die Dorfbewohner berichten, dass Gewaltdelikte in ihrer Gemeinde schon länger zur Tagesordnung gehören. In der Nacht bewegt sich manche Frau nur noch in männlicher Begleitung. Es ist soweit, dass Besucher aus anderen Teilen der Schweiz den Ort nur noch mit zitternden Knien betreten.

Der Grund ist vermutlich ein Igor L. (22) und ein Amir Z. (14), die wohl zur Gruppe der Dorf-Terroristen gehören. Trotz der etwas unschweizerischen Vornamen sollen sie aber Schweizer sein. Ein Einheimischer, der sich zum Bedrohungspotential äussert, meint man solle sie "nach Sibiri…

"Rassistische und diskriminierende Kommentare sind nicht erlaubt und werden gelöscht"

Mit dem oben angeführten Satz eröffnet die rumänische Zeitung Evenimentul Zilei eine Diskussion über die Abschiebung von Angehörigen der rumänischen Roma aus Frankreich nach Rumänien. Der Satz ist fettgedruckt und dies ist dringend nötig, denn auch so beteiligen sich einige mit Schaum vor dem Mund an der Diskussion. Wenn man bedenkt, dass das Schlimmste schon gleich nicht veröffentlicht wird, dann kann man sich ausmalen, mit welchen Vorurteilen die Roma in Rumänien zu kämpfen haben.

Eine kleine Auswahl an bereits "gefilterten" Kommentaren:

"Sie stehlen nur, besetzen illegal Grundstücke, sind Analfabeten. Jetzt kommen sie aus Frankreich zurück und lassen sich in deinem Hof nieder. Sie sagen, dass sie in Rumänien vor Hunger sterben werden, womit haben sie aber in Frankreich ihr täglich Brot verdient?"

"Die Rückführung der in Rumänien geborenen Roma (das ist die richtige Bezeichnung!) ist doch nur Rauch in den Augen der Fanzosen. Wenn sie die los werden wollen, …

Der "Mietbauch" als neue Einkommensquelle

Der Drang nach einem Adoptivkind ist ungebrochen. In Brasilien gibt es einen illegalen Markt für Adoptionen, auf dem Interessierte die Adoption inklusive  Rechtsanwaltsunterstützung "im Paket" kaufen können. Man muss nur bereit sein, zwischen 60.000 und 70.000 Euro dafür zu bezahlen.

Angeboten werden solche Adoptionen in der Regel über das Internet. Das Geschäft läuft folgendermassen ab: Man muss einen Vertrag abschliessen, in welchem sich eine schwangere Frau verpflichtet, dem Geldgeber das Kind zu übergeben und zu erklären, dass das Kind von ihm ist. Der Geldgeber muss sich verpflichten, das Geld zu bezahlen. Jeder bekommt eine Ausfertigung des Vertrages, der von einem Rechtsanwalt erstellt wird. Nach Zeichnung des Vertrages kann man von diesem nicht mehr zurücktreten. Wenn das Kind geboren wird, bekommt das Kind eine Geburtsurkunde, in der es als leibliches Kind des Geldgebers erscheint. Diese Version stammt von einer Frau, die bereits mehrfach bezahlte Schw…

Bist du nicht willig, brauch ich Gewalt

Im Sommerloch ist es wieder einmal an der Zeit, den Blick schweifen zu lassen, um zu sehen wie anderswo man sich bei sommerlichen Temperaturen vergnügt. Während man sich im Schwarzwald aufregt, wenn ein Hallodri ein Sechserpack Bier aus dem Supermarkt klaut und man dies auch für eine berichtenswerte Nachricht für die Zeitung hält, geht es anderswo doch etwas handfester zu.

Zum Beispiel in Madrid, wo scheinbar die Hitze die Gemüter nicht lähmt, sondern in Wallung bringt. Hier starb eine 55-jährige Frau, nachdem sie nach einem geringfügigen Verkehrsunfall sich mit ihrem Gegner in die Haare gekommen war. Dieser, 77 Jahre alt, zückte seine Pistole und erschoss die Frau kaltblütig mit mehreren Schüssen. Auf deren Ehemann schoss er ebenfalls, traf aber nicht. Anschliessend ergriff er die Flucht, wurde aber von einem mutigen Verkehrsteilnehmer verfolgt. Die Polizei konnte ihn dank dieser Mithilfe bald stellen.

Im brasilianischen Nordosten, wo die Hitze das ganze Jahr anhält, ist …

Geburtsstation wird zur Flammenhölle

Die Geburtsstation des Krankenhauses "Panait Sârbu" von Bukarest hat eine moderne Abteilung für die Behandlung von Frühgeburten. Sie wurde mit einem Kredit der Weltbank vom rumänischen Gesundheitsministerium auf neuesten Stand gebracht und genügte höchsten europäischen Standards. Das Personal wurde von Fachleuten aus den USA geschult. Die Klinik hat vielen rumänischen Frühgeborenen ein Überleben ermöglicht.

In der Nacht vom Montag auf Dienstag wurde der gute Ruf der Geburtsstation in wenigen Minuten Opfer der Flammen. Durch einen vermuteten Kurzschluss in einer Klimaanlage brach ein Brand in den Räumen für Frühgeburten aus, 4 Säuglinge verbrannten und weitere 7 schweben mit schweren Verbrennungen zwischen Leben und Tod. Eine Gruppe von 10 israelischen Ärzten ist inzwischen in Bukarest eingetroffen. Sie helfen mit, die überlebenden Säuglinge zu retten. Die Geburtsstation musste geschlossen werden, was zu einer Überbelegung in den anderen Krankenhäusern Bukarests …

Nadia Comăneci will ihre Securitate-Akte nicht sehen

Nadia Elena Comăneci, geb. 12. November 1961 in Oneşti, ist eine ehemalige rumänische Kunstturnerin. Sie gewann bei den Olympischen Spielen 1976 und 1980 insgesamt fünf Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille. 1989 verlässt sie illegal Rumänien Richtung Ungarn und bittet um Asyl in den USA.

Heute lebt sie in Oklahoma, in den USA, besucht aber oft ihr Heimatland Rumänien, wo sie ein Projekt für benachteiligte Kinder unterhält. Sie will nicht endgültig nach Rumänien zurückkehren. Sie interessiert sich aber sehr für die Geschehnisse im Land und glaubt, dass die Situation wesentlich besser wäre, wenn die Rumänen nicht so negativ wären. Die Vergangenheit interessiert sie nicht, sie will auch ihre Securitate-Akte nicht einsehen.

Der Zeitung "Romania Libera" gab sie jetzt ein Interview, aus dem folgendes zu entnehmen ist: Sie fühlt sich in Oklahoma zu Hause, kommt aber auch gerne nach Rumänien. Rumänien sei das Land, wo sie gross geworden ist. Man…

Europas Zigeuner als Sündenböcke

"Zigeuner - mit diesem Namen verbinden sich viele Klischeevorstellungen, Zigeunermusik, der spanische Flamenco, die virtuose Geigenmusik ungarischer Zigeuner und die Romantik am flackernden Lagerfeuer. Schwerwiegender sind Vorstellungen und Beschuldigungen, die auch heute noch oft bedenkenlos geäußert werden: Die Zigeuner sind Landstreicher, sie sind schmutzig, sie betteln, sie stehlen und sie betrügen.........". Das schreibt Günther Weiss, Sinto und Kriminalhauptkommissar in Kehl.

Er beschreibt uns auch in Kürze ihre Geschichte: "Roma und Sinti leben heute fern von ihrer Urheimat, dem indischen Punjab, einem Gebiet im nordwestlichen Indien und östlichen Pakistan. Von dort verschleppten die Araber bei ihren Eroberungsfeldzügen im 9. und 10. Jahrhundert die Bewohner, um sie als Sklaven und Soldaten gegen die oströmischen Legionen ins Feld zu schicken. Im 11. Jahrhundert nahmen die Moslems bei ihren Feldzügen  ca. weitere  500.000 Zigeuner als Gefangene mit. …

Pulverfass Melilla

Melilla, spanische Exklave auf dem afrikanischen Kontinent, kocht wieder einmal. Am vergangenen 16. Juli versuchten 4 Marokkaner mit belgischen Pässen in einem offenen Fahrzeug die Grenze zwischen Marokko und Melilla am Kontrollpunkt Beni Enzar zu passieren. Dabei passierte etwas, worüber die Versionen weit auseinander gehen. Die marokkanische Version ist, dass die vier Männer eine Fahne am Auto hatten und die Polizei sie aufforderte, diese wegzunehmen. Als diese sich weigerten, wurden Spezialtruppen angefordert, die auf die Männer einprügelten bis sie fliehen konnten. Die spanische Version besagt, dass die Polizisten von den Männern angegriffen wurden. Sie sollen sich geweigert haben, ihre Papiere zu zeigen, weil sie der Ansicht waren, dass Melilla eine marokkanische Stadt sei.

Für die Marokkaner war es der Beweis, dass die Spanier exzessive Gewalt auf die Grenzgänger ausübten. Seither gibt es Protestaktionen und inzwischen tatkräftige Massnahmen zur Behinderung des G…

Auf eine Tasse Kaffee mit dem Präsidenten

"Hallo, da draussen in ganz Brasilien. Ich bin Luciano Seixas, wir beginnen jetzt mit der Sendung "auf ein Kaffee mit dem Präsidenten", das Programm des Präsidenten Lula. Hallo, Präsident, wie geht es ihnen? Alles klar?"

So startet eine regelmässige Radiosendung des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva. Auf Portugiesisch nennt sich die Sendung "Café com o Presidente". Sie wird jeweils am Montag im Rahmen der Sendung "A Voz do Brasil" (Stimme Brasiliens) übertragen. Das Gespräch wird vom Journalisten Luciano Seixas geführt.

Das Radioprogramm "A voz do Brasil" gibt es seit über 70 Jahren. Das Ziel ist es, alle Bürger des riesigen Landes mit Informationen zu versorgen. Die Sendezeit beläuft sich nur auf 60 Minuten. Die ersten 25 Minuten werden von EBC, einem Unternehmen für Kommunikation der brasilianischen Regierung, produziert. Hier wird der Bürger mit den Informationen der ausführenden Gewalt - sprich den A…

Rumänische Raser zivilisieren, aber wie?

Nicht nur hierzulande scheint die Sommersonne den Fahrern auf motorisierten Fahrzeugen die Sinne zu vernebeln. Das Rasen ist zur Zeit besonders beliebt. Natürlich auch in Rumänien, wo Rücksichtslosigkeit und fehlendes Sicherheitsbewusstsein für monströse Unfälle sorgen. Hinzu kommt, dass die Rumänen inzwischen auch bestens motorisiert sind, nur dass die Verkehrserziehung mit der Motorisierung nicht Schritt gehalten hat.

Am vergangen Samstag wurde einer dieser schrecklichen Verkehrsteilnehmer mit 248 km/h auf der Autobahn von Bukarest nach Konstanza erwischt. Das vergangene Wochenende war wieder einmal ein schwarzes Wochenende im rumänischen Verkehr. Ein Mann überschlug sich mit seinem Auto auf einer zentralen Strasse in Bukarest. Er war statt der erlaubten 50 Km/h mit 100 km/h unterwegs. In Westrumänien fuhr ein 23-jähriger auf eine Strasse, auf dem ein Motorradrennen stattfand. 4 Personen wurden verletzt, einer davon schwer. Der junge Mann, Sohn eines bekannten Provinzpo…

Die Rambla befreit von Dieben und Prostitiuierten?

Nachdem im vergangenen Jahr Barcelona ein "schwarzes Jahr" erlebte, was öffentliches Ärgernis im Zentrum der Stadt betraf, scheinen die getroffenen Massnahmen der Stadtverwaltung Früchte zu zeigen. Im vergangenen Jahr wurde an den Touristenbrennpunkten wie auf der Flanierstrasse "Rambla" und im gotischen Viertel derart offensichtlich Prostitution betrieben - auf offener Strasse wurde dem Geschlechtsverkehr gefrönt -, dass die Barceloniner auf die Barrikaden gingen. Das war der Grund für die Stadt den Plan "Rettet die Rambla" für dieses Jahr zu starten.

Die Patrouillen der Polizei, sowohl der Stadt-Polizei wie auch der katalanischen Polizei (Mossos d'Esquadra) wurde erheblich verstärkt. Diebe und Prostituierte sollten durch die starke Präsenz eingeschüchtert werden. Ganz beseitigt wurde die Prostitution damit wohl nicht, aber sie ist nicht mehr derart offensichtlich wie im vergangenen Jahr. Die Prostituierten haben sich wieder in ihren al…

Die Hautfarbe entscheidet über ein Kinderschicksal

Das brasilianische nationale Adoptionsregister, das erst seit 2008 existiert, hat die Wünsche der Brasilianer bezüglich eines zu adoptierenden Kindes transparent gemacht. Zugleich erstellt es auch eine Statistik über die Anzahl der Adoptionswünsche und der adoptionsfähigen Kinder.

Im März wurden Zahlen veröffentlicht, nach denen knapp 38% der brasilianischen Adoptionswilligen sich ein Kind weisser Hautfarbe im Alter bis zu 3 Jahren für die Adoption wünschten. Zu diesem Zeitpunkt gab es 26.735 Adoptionswünsche und nur 4.578 Kinder und Jugendliche, die für eine Adoption zur Verfügung standen. Von diesen waren 35% weisser Hautfarbe, 45% waren Mischlinge, 17% schwarzer Hautfarbe und knapp 1% Indigene. Somit waren 65% der zur Adoption zur Verfügung stehenden Kinder nicht weisser Hautfarbe. Es klingt etwas befremdlich, Statistiken von Adoptionskindern nach Hautfarbe zu führen. In Brasilien stösst man sich nicht daran, ein gutes Indiz für den alltäglichen Rassismus im Lande,
in…

CEPSA ist sich sicher mit der Sicherheit

Am 4. August sind in der Ölraffinerie «La Rábida» bei einem Brand 2 Arbeiter ums Leben gekommen und 2 weitere verletzt worden. Die Ölraffinerie liegt in Südspanien in der Nähe der Hafenstadt Huelva in Andalusien. Sie gehört dem spanischen Erdölmulti CEPSA, der sofort versicherte, dass diese Ölraffinerie "eine der sichersten in Europa" sei. Man habe entsprechende Zertifizierungen, die den hohen Sicherheitsstandard bestätigen würden.

Das Unglück sei eines der schwersten seit dem 45-jährigen Bestehen des Unternehmens. Das Unglück soll passiert sein als ein Lastwagen zwischen den Röhren der Raffinerie manövriert haben soll und gegen ein Rohr stiess, worauf es zu einer Explosion kam. Arbeiter erzählten, dass es vor der Explosion zu einem Gasausbruch kam. Eine riesige schwarze Rauchwolke beunruhigte die Bevölkerung des nahe gelegenen Ortes Palos.

CEPSA will innerhalb einer Woche ein Untersuchungsergebnis des Vorfalls präsentieren. Wenn etwas passiert, was eigentlich n…

Sarkozy spielt mit der sozialen Atombombe

Der französische Präsident Sarkozy schlägt um sich. Seine Beliebtheit in Frankreich ist im Sturzflug. Aus diesem Grund hat er sich ein Kampfgebiet ausgesucht, auf dem er meint, verlorene Polularität zurückholen zu können. Es sind die Einwanderer und die französische Integrationspolitik. Am vergangenen Freitag hat er in Grenoble eine Rede gehalten, die französische Medien als "Faustschlag in den Rücken der Republik" bezeichnen. Er schlug vor, unter bestimmten Bedingungen Franzosen ausländischer Herkunft, die französische Staatsangehörigkeit abzuerkennen.

Damit würde er eine 2-Klassen-Staatsangehörigkeit schaffen, in dem es Franzosen gäbe, die eine nicht aberkennbare Staatsangehörigkeit besitzen und andere Franzosen, denen man diese entziehen kann. Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon weist auf die möglichen persönlichen Folgen für den Präsidenten, Sohn eines ungarischen Einwanderers und verstrickt in Bestechungsaffären, hin: "Der Präsident muss aufpassen, …

Die Baianerin lebt gefährlich

Im vergangenen Halbjahr 2010 wurde im brasilianischen Bundesstaat Bahia die weltweit höchste Zahl an ermordeten Frauen registriert. Nach einer Erhebung auf der Grundlage der Datenbank des einheitlichen Gesundheitssystems (SUS) ergibt sich, dass in Bahia ein Index von 3,5 zu verzeichnen ist, während der weltweite Durchschnitt bei 2,6 liegt. Aus den Daten der Polizeistatistik ist zu entnehmen, dass von Januar bis Juni 115 Frauen in Bahia ermordert wurden. Das sind 5,4% aller Tötungsdelikte in diesem Zeitraum. In absoluten Zahlen wurden in den 6 Monaten 2.116 Menschen in Bahia umgebracht.

Früher wurden Morde an Frauen in der Regel im Affekt von den Ehemännern, Ex-Ehemännern oder Geliebten verübt. Die neue Entwicklung zeigt aber, dass viele Morde an Frauen inzwischen in irgendeiner Form mit dem Drogenhandel zusammenhängen. Die männlichen Drogenhändler benutzen ihre Freundinnen, Geliebten und auch Schwestern und Mütter, um die Drogen zu verstecken. In Kämpfen zwischen den Dro…