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Es werden Posts vom Juli, 2010 angezeigt.

Rumänien ab März 2011 Schengenland?

Die Rumänen sind es leid, an ihren Grenzen Schlange zu stehen und penibelst kontrolliert zu werden. Deswegen würden sie lieber heute wie morgen dem "Reich der Reisefreiheit", genannt "Schengenland", angehören. Die EU ist auch nicht abgeneigt, diesen Wünschen zu entsprechen. Aber noch ist viel zu tun.

Vorrang hat die Anpassung an das IT-System SIS, das bisher erst zu 65% in Rumänien implementiert ist. Ende Oktober soll die Anbindung stehen und im November und Dezember 2010 die ersten Probeläufe gemacht werden. Desgleichen müssen die notwendigen Infrastrukturmassnahmen für die Einrichtung des SIRENE-Büros rechtzeitig abgeschlossen werden. SIRENE bedeutet "Supplementary Information Request at the National Entry". Die Hauptaufgabe der in allen Schengen-Mitgliedstaaten eingerichteten "SIRENE-Büros" besteht im zwischenstaatlichen Austausch zusätzlicher oder ergänzender Informationen über Ausschreibungen. Es geht also um Koordinierung der F…

Die Toreros sind sauer

Die Entscheidung des katalanischen Parlaments, den Stierkampf zu verbieten, hat bei den Stierkämpfern Empörung, Trauer und Enttäuschung hervorgerufen. Die bekanntesten von ihnen haben sich zu Wort gemeldet und ihre Meinung zum Beschluss des katalanischen Parlaments geäussert.

Manuel Benitez, genannt "El Cordobés" meint, dass er beim Eintreffen der Meldung "Lust zu heulen gehabt habe, denn es ist ärgerlich, dass sie etwas zerstören, was funktionierte. Den Politikern, die diese Entscheidung getroffen haben sollte man mit Respekt sagen, dass sie sich mehr auf ihr eigenes Fachgebiet konzentrieren sollten, das voll mit Unkraut sei und von ihnen vorrangig geräumt werden müsste. Es wäre besser, wenn man zum Wohle Aller Lösungen für die Arbeitslosigkeit finden würde, indem man Arbeitsplätze schafft und Fabriken baut. Das sollte sie vorrangig beschäftigen und den Stierkampf in Ruhe lassen, bei dem viele Familien ehrenhaft ihren Lebensunterhalt verdienen. Was soll das…

Katalonien's Stiere können aufatmen

Das katalanische Parlament hat heute morgen mit 68 zu 55 Stimmen ein Verbot von Stierkämpfen in Katalonien beschlossen. Die parlamentarische Abstimmung erfolgte auf Grund eines Volksbegehrens, das mit 180.000 Unterschriften das Verbot gefordert hatte. Die Initiatoren des Volksbegehrens feierten den Erfolg mit starkem Applaus.

Auf der Tribüne des Parlaments befand sich auch eine Gruppe um den Stierkämpfer Luis Corrales, die für die Weiterführung der Stierkämpfe gekämpft hatte und nun nach dem Beschluss in tiefe Depressionen verfiel. Der Beschluss fiel erheblich eindeutiger aus als angenommen. Die Befürworter des Stierkampfes wiesen unter anderem daraufhin, dass mit dem Verbot hohe finanzielle Verluste entstünden, die sie auf 400 Millionen Euro bezifferten. Ein Mitglied der konservativen Partido Popular verstieg sich sogar dazu, auf den Widerspruch zwischen der Verteidigung des Tierschutzes und der Abtreibungsbefürwortung einiger Parlamentarier hinzuweisen. Die sozialistisc…

"Soziale Säuberung" bei Obdachlosen

Im brasilianischen Bundesstaat Alagoas im Nordosten Brasiliens verzeichnet man in diesem Jahr eine Welle von Morden an Menschen, die obdachlos sind und auf der Strasse leben. Gestern wurde das zehnte Opfer in diesem Jahr, ein 22-jähriger, der an einer Omnibus-Haltestelle in der Hauptstadt Maceió schlief, mit einem Schuss in die Brust getötet.

Augenzeugen berichten, dass der Obdachlose von 3 Männern erschossen wurde, die auf Fahrrädern flüchteten. Nach Angaben der Polizei war das Opfer Drogenkonsument und hatte keinen festen Wohnsitz. Der Beauftragte für Stadtverwaltung verlangte von den Sicherheitsbehörden die Untersuchung der Mordfälle. Er vermutet hinter den Morden ein Todeskommando, das eine "soziale Säuberung" in der Strasse vornehme. Dadurch, dass bisher kein einziger Mord aufgeklärt werden konnte, werde geradezu zu Verbrechen dieser Art ermuntert.

Die Gruppe zur Bekämpfung krimineller Banden im brasilianischen Innenministerium befürchtet, dass die Taten von …

König setzt auf Jakob, den Apostel

Das Heilige Compostelanische Jahr (span. Año Santo Compostelano oder Año Santo Jacobeo, als Kurzform oder Logo auch Xacobeo) wird begangen, wenn der Festtag des Hl. Jakobus (25. Juli) auf einen Sonntag fällt. Das Heilige Jahr ist identisch mit dem entsprechenden Kalenderjahr. Es wird am 31. Dezember des Vorjahres mit der Öffnung einer Heiligen Pforte begonnen.

Heute war es soweit. An diesem Sonntag, 25. Juli, flehte im Rahmen einer Feier der spanische König Juan Carlos in einer persönlichen Ansprache Jakob von Compostela an, doch etwas zu tun, damit Spanien seine Wirtschaftskrise los wird. Zudem soll er auch den Hass, die Gewalt und die Sinnlosigkeit der terroristischen Barbarei ausrotten. Er bitte darum, für Spanien und für die Spanier. Er verspricht ihm dafür, dass Pilger aus allen Ecken Spaniens und dem Rest Europas kommen werden, um ihn zu umarmen. Ganz uneigennützig war sein Flehen nicht, denn er erbat sich auch für sich und seine Familie die Gnade des Schutzes und de…

El Dorado in den Karpaten

Milliardäre sind sie, aber nicht in Euro oder Dollar, aber immerhin in rumänischen Lei, die Hirten von Poiana Sibiului. Reich geworden sind sie durch ihre Schafe und die Tatsache, dass der Diktator Nicolae Ceausescu vergessen hat oder es ihm nicht gelungen ist, das Hirtengeschäft und die Schafzucht in den Karpaten in LPG's zu zwingen. Die Hirten konnten weiter privat ihre Geschäfte betreiben. Die Ernährungskrise der 1980er Jahre in Rumänien hat die Taschen der Schafhirten gefüllt. Die Wolle der Schafe konnte zusätzlich unter der Hand für teures Geld verkauft werden.

1990: Rumänien kurz nach der Revolution. Überall sieht man nur ein heruntergekommenes und verwahrlostes Rumänien. Hermannstadt / Sibiu leidet ebenfalls unter dem Zerfall. Die Dorfsystematisierung hat Dörfer zerstört und die Bewohner in hässliche und halbfertige Wohnblocks gezwungen. Insofern kann man die Überraschung verstehen, wenn man auf Schotterstrassen im südlichen Siebenbürgen von Hermannstadt aus in ein…

Die Surucucu beisst bald nicht mehr letal

Die Surucucu, auf deutsch Buschmeister, ist eine Schlange, die in Brasilien vorkommt. Sie soll die gefährlichste Giftschlange Lateinamerikas sein. Das Brasilienportal beschreibt sie wie folgt:

"Die grösste aller südamerikanischen Vipern – sie erreicht eine Länge von mehr als 4 Metern! Ihr Gift ist blutgerinnend und in der Lage, die Aminsäuren lebender Materie aufzulösen, und provoziert so schlimme Blutungen, Ödeme und Wundbrand am gebissenen Glied. Der Angriff auf den Menschen ist selten – die Statistik geht nicht über 3% aller Schlangenbisse. Man findet das Tier in Wäldern zwischen den Bundesstaaten Espirito Santo und Bahia bis hinauf zum Tal des Amazonas und einigen Nachbarstaaten."

Das brasilianische Gesundheitsinisterium verfügt über Daten, die nachweisen, dass das Gift der Surucucu 3 bis 4 mal gefährlicher als das der ebenfalls hoch giftigen Jararaca (Lanzotter) ist. Nach Angaben des Gesundheitsministerium ist die Surucucu an 2% aller registrierten Unfälle mi…

Katholische Kirche will Pinochet's Folterknechte aus den Gefängnissen holen

Die katholische Kirche Chile's hat gestern beim chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera den Antrag auf Begnadigung aller Inhaftierten, die wegen Menschenrechtsverletzungen, begangen während der Militärdiktatur, verurteilt wurden und im Gefängnis sitzen, beantragt. Die Amnestie soll im Zusammenhang mit der 200-Jahrfeier der chilenischen Unabhängigkeit ausgesprochen werden. Aus diesem Anlass haben sich der Kardinalerzbischof von Santiago, Francisco Javier Errázuriz, und der Präsident der Bischofskonferenz, Alejandro Goic, mit dem Staatspräsidenten getroffen.

Die Vertreter der Kirche beantworteten nach dem Treffen keine Fragen der Journalisten, sondern verlasen nur eine Erklärung des folgenden Inhalts: "bezüglich von Verbrechen in Form von Menschenrechtsverletzungen, glauben wir, dass man Milde zeigen kann innerhalb des Rahmens des Rechtsstaates, der verfassungsmässigen Ordnung und der geltenden internationalen Verträge". Man wolle aber die schrecklichen Wunden…

Ehepaar Ceauşescu wurde aus der Gruft befreit

Heute morgen um 7 Uhr machte sich eine Mannschaft des gerichtsmedizinischen Instituts auf dem Ghencea-Friedhofvon Bukarest an die Ausgrabung der vermutlichen Überreste des ehemaligen Diktators Nicolae Ceauşescu und seiner Ehefrau Elena. Man ging bisher davon aus, dass auf diesem Friedhof die Überreste des 1989 erschossenen Ehepaares liegen. Die sterblichen Überreste wurden jetzt für eine DNA-Analyse sichergestellt. Das Ergebnis der Analyse wird in etwa 6 Monaten vorliegen. Für die Aktion wurde überfallartig der Zugang zum Friedhof gesperrt, was zu einer Verärgerung der anderen Friedhofsbesucher führte.

Die Exhumierung erfolgte auf Verlangen der Kinder der Ceauşescu's, Zoe und Valentin Ceauşescu, die endlich wissen wollten, ob ihre Eltern wirklich an diesem Ort begraben wurden. Den Antrag stellten sie bereits 2005. Inzwischen ist Zoe verstorben und ihr Ehemann Mircea Oprean hat die weiteren juristischen Schritte vorgenommen. Nach der Ausgrabung erklärte Oprean, dass…

Warum verliess Mamadou den Senegal?

Die Gefangenen des Gefängnisses Albalote in der spanischen Provinz Granada haben ein Fenster zur Aussenwelt. Es ist dies ein Blog mit dem Namen "La voz del mako". Der Blog wird mit Beiträgen der Gefangenen geführt und ist Resultat einer Journalismus-Arbeitsgemeinschaft, die vom Sozialamt der Provinz Granada gefördert wird. Natürlich ist das Ganze nicht frei von Kontrolle: Die Beiträge werden unter der Leitung von verschiedenen Monitoren in den Blog eingestellt. Aber der Blog gibt den Gefangenen die Möglichkeit, ihre Gedanken, Ideen und Sorgen auch einem weiteren Kreis bekannt zu machen.

Unter anderem berichtet auch Mamadou, eine Senegalese, der illegal nach Spanien gekommen ist, über sein Schicksal. Sein Bericht gibt dem afrikanischen Einwanderer, von denen wir zumeist nur in betrüblichen Schlagzeilen hören, ein Gesicht. Deshalb habe ich seinen Beitrag übersetzt und gebe ihn nachstehend wieder:

"Ich heisse Mamadou. Ich stamme aus dem Senegal und bin 27 Jahr…

Cap Aurora - Urlaub für Nostalgiker

"Der Ort sieht aus wie zu den Zeiten der Kommunisten. Die Hotels sind noch diesselben. Der Sand ist hässlich, das Wasser scheusslich. Hier haben wir das, was von Ceauşescu geschaffen wurde. Was wollen wir noch mehr?". "Hier ist die Küste nicht gepflegt, sie ist vielmehr wild, es gibt Steine und Gras. Die Küste ist hässlich und lächerlich, aber sie ist sehr ruhig". "Ich bin viele Jahre nicht mehr gekommen, während ich in der Ceauşescu-Zeit oft hier war. Es ist das von mir bevorzugte Seebad, weil ich mich hier wie in den Bergen fühle. Wenigstens sieht man hier nicht die Ölfraffinerie von Năvodari".

Das berichten einige rumänische Nostalgiker, die noch in Cap Aurora Urlaub machen. Cap Aurora ist das kleinste Seebad an der rumänischen Schwarzmeerküste. Der Badeort kommt immer mehr herunter, die Touristen bleiben aus und die letzten Hotelbetriebe stehen kurz vor dem Bankrott. Die öffentliche Verwaltung hat scheinbar kein Interesse an Investitionen …

Lula dreht im Park der Wale den Ölhahn auf

Am kommenden Donnerstag wird der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva an der Küste des brasilianischen Bundesstaates Espirito Santo auf der Ölplattform FPSO Capixaba an einer Feier der brasilianischen Petrobras teilnehmen. Gefeiert wird die erste Öl-Entnahme aus dem Pré-Sal, das Öl aus der Tiefsee. Die Plattform steht in einer Meeresregion, die "Parque das Baleias" genannt wird, was soviel wie "Park der Wale" bedeutet.

Der Sturz in den lange ersehnten Ölreichtum wird auch an Land in der Hauptstadt Vitória mit grossem Pomp gefeiert. Die Politiker liegen sich zwar wegen der Verteilung der Einnahmen aus der Ölförderung in den Haaren, aber für diesen Tag gibt man Ruhe und hofft im übrigen, dass der Präsident mit seinem Vetorecht die gierenden Abgeordneten ausbremst.

Petrobras jubelt, dass im "Parque de Baleias" immense Ölreichtümer schlummern. Die Techniker zeigten sich vom Ergebnis der Bohrungen völlig überrascht. Im ersten Grö…

Weltmeister in einem zerrissenen Land

Während in Madrid überschwänglich der Gewinn des Weltmeistertitels im Fussball gefeiert wird, arteten die Feiern in Barcelona in Zerstörung und Schlägereien aus. 21 Personen wurden festgenommen und 74 verletzt. Die Unruhen habe heute früh begonnen. Gegenstände wurden durch die Gegend geworfen, Container und Autos angezündet.

Auch im Baskenland schien der Gewinn der Weltmeisterschaft einige Leute nicht zum feiern, sondern zu Schlägereien zu animieren. In Zarautz wurde eine Person misshandelt und in Deusto wurde ein Anhänger der spanischen Mannschaft verprügelt. In der baskischen Hauptstadt Vitoria wurden ebenfalls feiernde Anhänger der spanischen Mannschaft beschimpft und angegriffen.

Die katalanischsprachige Zeitung "Avui" berichtet, dass die Unruhen in Barcelona von fanatischen Anhängern der "Nation" Spanien ausging, die spanische Embleme schwenkend, Verwünschungen gegen die katalanische Polizei und Katalonien ausgestossen hatten. Die Kommentare zu den …

EU-Kommissarin hält nichts von Zentralisierung der Katastrophenhilfe

Rumänien wurde in den vergangenen Wochen von heftigen Regenfällen heimgesucht. Grosse Teile von Ostrumänien wurden überschwemmt. In der Stadt Galatz an der Donau ist ein Damm gebrochen. Und das Wasser der Donau steigt und steigt. Cernavoda, wo das einzige Atomkraftwerk Rumäniens steht, ist unter Wasser. Die Presse berichtet, dass der Ort ein einziges Schwimmbad sei. Auch die Schwarzmeerstadt Konstanza kämpft mit dem Wasser.

Die rumänische Regierung hat lange gezögert bis sie endlich die Hilfe von der EU erbeten hat. Das war auch der Grund der Zeitung "Romania Libera" die EU-Kommissarin Kristalina Gheorghieva, zuständig für internationale Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe, zum Thema Katastrophenhilfe innerhalb der EU zu befragen.

Gheorgheva erklärte, dass man in der EU-Kommission keine zentrale Institution zur Katastrophenhilfe favorisiere. Dagegen werde versucht, die eigenen Kapazitäten der Mitgliedsländer zur Katastrophenbekämpfung zu verbessern. So habe die …

Uruguay will Tintenfisch Paul an den Kragen

Tintenfisch Paul im Aquarium von Oberhausen ist eine echte Berühmtheit geworden. Da er mehrfach Ergebnisse von Spielen der Fussball-WM per Fresssteuerung richtig vorausgesagt hat, klappern inzwischen die Zähne bei denen, gegen die er prognostiziert. Für das heutige kleine Finale zwischen Deutschland und Uruguay soll er sich für Deutschland entschieden haben. Das hat den uruguayanischen Trainer Óscar Tabárez auf den Plan gerufen, der in einer Pressekonferenz erklärte, dass man sowohl den "pulpo" (Tintenfisch) wie auch Deutschland besiegen werde.

Wörtlich berichtet die uruguayanische Zeitung "El Observador": "Der berühmte Tintenfisch Paul, der sich in einem deutschen Aquarium befindet, sagte voraus, dass im Spiel um den dritten und vierten Platz der Weltmeisterschaft, die deutsche Mannschaft gewinnen werde. "Wir werden den Tintenfisch widerlegen", erklärte Tabárez mit einem Lächeln".

Das Herz der Spanier hat er indes gewonnen. Ihnen sagt …

Dunga macht die Pressefritzen zur Schnecke

Nach dem Ausscheiden der brasilianischen aus der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika, hat sich der Trainer Carlos Dunga jetzt erstmalig der brasilianischen Presse gestellt. Nach der Ankunft in Brasilien hatte er sich in seinem Haus in Porto Alegre verbarrikadiert und die Tage mit seiner Familie verbracht. Die Halbfinalspiele hat er sich nicht angesehen und er hat die Absicht, auch das Endspiel zu ignorieren.

Der Zeitung "O Estado de São Paulo" hat er jetzt ein Telefoninterview gewährt. Dabei hat er erklärt, dass er nichts bereue und dass die Arbeit der "seleção" in Afrika beispielhaft war. Er erklärte, dass Felipe Melo "die Rechnung bezahlte", aber keine Schuld am Ausscheiden trage. Die Niederlage gegen Holland habe ihm sehr weh getan. Er habe Vorschläge, wie man in Zukunft vorgehen müsse. Dann griff er zu einem etwas schärferen Ton gegenüber den Journalisten, die aber positiv vermerkten, das er zu keinem Zeitpunkt respektlos oder ausfalle…

Leidgeprüfte Nordostbrasilianer ernten Hohn ihrer Landsleute

Die schweren Regenfälle der letzten Wochen haben in den Bundesstaaten Pernambuco und Alagoas 50 Todesopfer gefordert und über 100.000 Personen obdachlos gemacht. Pernambuco und Alagoas sind Teil des brasilianischen Nordostens, dessen Bewohner gemeinhin "Nordestinos" genannt werden. Der Nordosten Brasiliens gehört zu den Armutsgebieten dieser Welt, während Brasiliens Süden zum Motor des brasilianischen Wohlstands und der Wirtschaft gehört.

Aus den Überschwemmungsgebieten kam ein Hilferuf an alle Brasilianer, den Betroffenen zu helfen. Und es wurde viel geholfen mit Geld- und Sachspenden. Aber die Antwort auf diesen Aufruf zeigte auch eine dunkle Seite in den Beziehungen zwischen Brasiliens Süden und dem Nordosten.

"Orkut", das soziale Netzwerk von Google, ist für die Brasilianer, was für uns das "Facebook" ist. Hier tauschen sich viele Brasilianer aus und es gehört zum guten Ton in diesem Dienst vertreten zu sein. Und gerade da kann man zur Zeit …

Wie das Donaudelta ruiniert wurde

Die Journalistin Alexandra Bogatu widmet in der "Romania Libera" ihren Kommentar dem Donaudelta. Sie bezieht sich auf den Forscher Marian Tudor vom Nationalinstitut für Forschung und Entwicklung des Donaudeltas, der festgestellt hat: "Es ist das einzige Delta der Welt, das zum Biospährenreservat erklärt wurde.... es steht an dritter Stelle in der Welt in der wissenschaftlichen Bedeutung, nach der grossen Great Barrier Riff in Australien und den Galapagos Inseln bei Ecuardor." Und nun stellt sie fest: "Warum haben die Menschen aus dem Delta Staub und Pulver gemacht? Zwischen den Jahren 1950 und 1990 wurde in einer konzertierten Aktion das Delta einer irrationalen Ausbeutung unterworfen, deren Auswirkungen heute noch zu sehen sind und die wir noch lange sehen werden.

Alexandru Bogatu erklärt uns dann, wie das Delta ruiniert wurde. Die Zerstörung lief in 3 Stufen ab. Es begann mit der Nutzung des Schilfs. Dieser Rohstoff wurde unerbittlich ausgebeutet…

Das nervt die Bewohner Barcelonas

Unter der Telefonnummer 092 der städtischen Polizei (Guardia Urbana) können die Bewohner Barcelona ihren Ärger loswerden und sagen, was sie in der Stadt stört. Die Nummer wurde 2006 eingerichtet und seither wurde der Eingang von 439.620 Anzeigen registriert.

Spitzenreiter bei den Beschwerden in den ersten 5 Monaten dieses Jahres ist der Lärm. Er verhindert, dass viele Barceloneser ruhig schlafen können. In einer anderen Untersuchung liegt der Lärm als Ärgerquelle nur an 2. Stelle. Hier ist es der Müll in der Stadt, der auf's Gemüt geht, gefolgt vom Lärm. Danach folgen Hundeexkremente auf öffentlichen Flächen und das Fehlen von Erziehung. Nicht so ärgerlich empfinden sie die Hausiererei, aufdringliches Betteln und Trickbetrüger.

Solche Ordnungswidrigkeiten werden mit Gedbussen bestraft. Eine gute Einnahmequelle für die Stadt ist die Strafe wegen Urinierens auf der Strasse, hier hat die Stadtpolizei 33.826 mal zugeschlagen und damit ungefähr 10 Millionen Euro eingenommen. …

Über die Meerenge von Gibraltar in 7 Minuten

Die andalusische Stadt Algeciras und die spanische Exklave Ceuta auf afrikanischem Boden verfügen seit neuestem über eine regelmässige Hubschrauberverbindung, die beide Orte über die Meerenge von Gibraltar, den "Estrecho", verbindet. Der Hubschrauberlandeplatz in Algeciras wurde heute vom Minister für Infrastruktur, José Blanco, eingeweiht. Damit soll der Tourismus in der Meerenge gefördert werden. Blanco erklärte: "Es handelt sich um eine Infrastrukturmassnahme, die Algeciras mehr öffnet und wettbewerbsfähiger macht".

Der erste Flug startete gestern vom neuen Landeplatz. Der reguläre Flugverkehr wird am 15. Juli beginnen. Es sind 14 Flüge werktäglich hin- und zurück vorgesehen und am Wochenende 6 Flüge. Die Dauer des Fluges wird etwa 7 Minuten betragen und wird einfach 50 Euro und hin- und zurück 80 Euro kosten. Die Linie wird von der Gesellschaft Inaer betrieben. Sie rechnet mit jährlich 22.000 Passagieren.

Blanco lobte die neuen Verbindung als ein z…

Argentinien am Boden zerstört und Maradona ohne Hilfe Gottes

Die Fussball-WM hat erneut ein lateinamerikanisches Opfer. Diesmal sind es die hoch eingeschätzten Argentinier. Die Zeitung Clarín aus Buenos Aires schreibt: "Die "Selección" wurde bei der Weltmeisterschaft gedemütigt. Deutschland schlug Argentinien mit einem Kantersieg von 4:0 Toren mit einer intelligenten Spielanlage. Die argentinische Mannschaft bekam schon nach 3 Minuten ein Tor und hatte nie eine Antwort. Sie verlor die Gelegenheit, nach 20 Jahren wieder einmal in ein Halbfinale zu kommen."

Der Sturz könnte nicht grösser sein. Vom hohen Favoritensockel ins Nichts. Vor dem Spiel schrieb der Blog "Argentina Mundial Sudáfrica 2010", dass 75% der Argentinier überzeugt sind, dass ihre Mannschaft ins Finale kommt und immerhin 67% glaubten, dass sie Weltmeister wird. Was Wunder, dass die ersten Kommentare schreiben "Deutschland beendet den argentinischen Traum".

Trainer Maradona hatte vor dem Spiel noch erklärt, dass er seinen Spieler g…

Die Todesstrasse von Szeged nach Temesvar

Eine Autostrasse mit einer breiten "Blutspur", die E68, zieht sich von der südungarischen Stadt Szeged über den Grenzkontrollpunkt Nadlac nach Rumänien. Von dort führt die Strasse über Arad nach Timişoara (Temesvar). Es vergeht kaum ein Tag, an dem die rumänische Presse nicht von schlimmen Unfällen auf dieser Strecke berichtet. Die E68 ist auch die Strasse der rumänischen Gastarbeiter in den westeuropäischen Ländern, die es im Sommer sehr eilig haben, die Ferien zu Hause in Rumänien zu verbringen. Die Eile bezahlen sie oft mit dem Leben.

Von Arad zweigt die Strasse Richtung der Hauptstadt des Banates, Timişoara (Temesvar), ab. Auch diese Verbindung hat den traurigen Ruf einer "Todesstrasse". Gerade heute morgen kam es wieder zu einem Unfall in der Nähe der Ortschaft Biled, der aber relativ glimpflich ausging. Ein Kleinbus mit Rumäninnen, die in Österreich als Altenpflegerinnen arbeiteten, kam in einer Kurve von der Strasse ab und überschlug sich mehr…

Deprimierte Brasilianer

Aus mit dem Traum von der "Hexa" bei der Fussball-WM. Die Niederlande rissen die Brasilianer aus ihren Träumen. Ein Spieler ist bereits Zielscheibe der Kritik brasilianischer Medien: Der Torwart Julio César - "einen Fehler gibt er zu. Und die andern?" - fragt Jornal do Brasil. "Und die Orange presste Brasilien aus. Hexa jetzt 2014" meint der Diario de Pernambuco. Blogger Cassio Zirpoli sieht es so: "Wir haben alle gekämpft.... Wir haben alle verloren. Hexa wir kommen 2014!".

In São Paulo berichtet bereits "Folha de São Paulo", dass Trainer Dunga die Mannschaft nicht mehr trainieren wird. Leser der Folha Online dürfen ihren Frust loslassen und das geht dann so: "Brasilien ist ohne Bedeutung... Ich bin von Corinthians!!! Ich scheisse auf Brasilien" oder "Unsere Mannschaft ist nun einmal so... es sah aus wie der Bürokratenfussball von 2006". Einer bekommt bei diesen Kommentraren einen dicken Hals und schre…

Ist Torwart Bruno ein Mörder?

Bruno, 25 Jahre alt, ist Torwart des brasilianischen Clubs Flamengo von Rio de Janeiro. Er hatte eine Geliebte namens Eliza. Eliza wurde von ihm schwanger. Dies gefiel ihm gar nicht und deshalb wollte er seine Geliebte zur Abtreibung zwingen. Im Oktober des vergangenen Jahres wurde sie von Bruno bedrängt. Er wollte, dass sie in seinen Porsche Cayenne steige. Nachdem sie dies nach einigem Zögern getan hatte, erschienen 3 Freunde des Fussballspielers beim Auto und einer übergab Bruno eine Waffe, mit der er Eliza bedrohte. Bruno und seine 3 sauberen Freunde wollten sie dazu zwingen, die verbotene Abtreibungspille Citotec zu nehmen. Nachdem sie die 4 aber überzeugen konnte, dass die Pille nach 4 Monaten keine Wirkung mehr habe, wurde sie freigelassen, nachdem sie zugesichert hatte, noch in der gleichen Woche die Abtreibung in einer Klinik vornehmen zu lassen. Statt in die Klinik ging sie am nächsten Tag zur Polizei. Bruno hatte ihr mit den Worten "wenn ich dich umbringe …