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Es werden Posts vom Mai, 2010 angezeigt.

Die Lena-Verschwörungstheorie

Verlieren ist immer schwer, sogar beim Liedchen-Singen des Eurovision Song Contest. Deutschland hat nach jahrzehntelanger Entbehrung endlich wieder einmal gestern Abend den 1. Platz gewonnen. Verantwortlich für den Sieg war die junge Lena Meyer-Landrut. Über die Qualität der Lieder kann man sich streiten. Die jetzt in Deutschland ausgebrochene Massenpsychose um das junge Mädchen steht aber in keinem Verhältnis mehr zur abgegebenen Leistung. Man muss schon "Grand-Prix"-Liebhaber sein, um dem soviel abzugewinnen.

Da der Gewinn bisher schon immer ein drolliges, europäisches Würfelspiel war, muss man aber auch akzeptieren, wenn tatsächlich einer der vielen singenden und tanzenden Artisten, das Glück des Gewinns hat. Dass man auch miesepetrig dieses Glück in Frage stellen kann, zeigen rumänische Vertreter der Schlagerzunft. Marcel Pavel, der mit seiner Partnerin Monica Anghel, 2002 am Wettbewerb teilgenommen hatte und damals auf dem 9. Platz landete, schiesst den Vog…

Brasilianer streiten sich über Wahlplicht

Jeder Brasilianer im Alter zwischen 18 und 70 Jahren muss wählen gehen. Es herrscht Wahlpflicht. Nicht wählen müssen Analphabeten, Personen unter 18 Jahren und über 70. Für sie gilt das fakultative Wahlrecht, sie dürfen selbst entscheiden, ob sie wählen gehen.

Über Sinn und Unsinn einer Wahlpflicht sind die Brasilianer gespalten. Zur Zeit gibt es eine heftige Diskussion über die Abschaffung der Wahlplficht. Nach einer neueren Umfrage stehen sich Befürworter und Gegner der Wahlpflicht zu gleichen Teilen, jeweils 48%, gegenüber. Dabei ist die Zustimmung für die Abschaffung der Wahlfplicht gestiegen. Für den Fall, dass die Wahlfplicht abgeschafft würde, geben 44% der Wähler an, nicht mehr wählen zu gehen. Nur 55% würden auch freiwillig wählen gehen.

Für die Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr wäre das freiwillige Wahlrecht für die Kandidatin Dilma Rousseff der derzeit regierenden Partei, der PT, von Vorteil, weil diese Partei die beste Mobilisierung bei ihren Anhängern hat.

Rumänien ist pleite und wird Russen und Chinesen zum Frass vorgeworfen

Dieser Meinung ist die Journalisten Sabina Fati von der Zeitung "Romania Libera". Ausgehend von der Aussage des Staatspräsidenten, dass Rumänien bankrott ist, macht sie sich Gedanken darüber, wer sich für ein bankrottes Rumänien noch interessiert. Sie ist der Ansicht, dass sich die Europäer dann lieber an Griechenland halten und Russen und Chinesen sich dann an Rumänien schadlos halten könnten.

Sie wirft den Regierenden vor, seit Jahren nichts gegen die Verschuldung von Rumänien getan zu haben. Der Regierungskurs wäre eine Zick-Zack-Politik gewesen. Die derzeitige Regierung von Emil Boc hätte sich durch Untätigkeit ausgezeichnet. Rumänische Politiker seien Überlebenskünstler, die aber immer nur an die eigenen Interessen und nicht an die der Nation gedacht hätte. Das auch dann noch, als sie schon erkennen konnten, dass die Katastrophe vor der Tür steht. Jetzt rede der Staatspräsident Traian Basescu von der "Griechisierung" des Landes, während im vergange…

Endet Brasiliens Ölrausch wie in Louisiana?

Petrobras, der brasilianische Energiemulti, halb staatlich, halb privat kümmert sich auch um das Öl, das im pré-sal, im Meer unter den Salzstöcken liegt. Nach Angaben von Petrobras handelt es sich um Öl von fossilem Urprung, für die Millionen Jahre für die Entstehung in unterirdischen Kavernen gebraucht wurden. In Brasilien liegen die grössten Reserven im Meer, in Tiefen, die nach eigenen Angaben von Petrobras so tief wie nirgendwo sonst bei der Ölforderung sind. Aber Petrobas schafft das: "Das Öl zu finden verlangte von Petrobras Wissen und Technologie, neben Kühnheit und Kreativität. Die existierenden Techniken zu analysieren, anzupassen, zu perfektionieren, um in einem nie dagewesenen Szenario zu arbeiten, hat uns zum Weltführer in diesem Sektor gemacht. Die tiefen Wasser zu besiegen brachte uns noch einmal eine Herausforderung: Öl aus dem Meer zu gewinnen und zu verarbeiten."

Petrobras sucht das Öl also noch unter den im Meer befindlichen Salzstöcken. Die T…

Brot für heute, aber Hunger und Zerstörung morgen

Wenn es um Bodenschätze und deren Ausbeutung geht, kennt die Menschheit keine Skrupel. Risiken werden heruntergespielt und das Volk mit kurzfristigen Vergnügen beruhigt. Der Unfall der Ölplattform von BP im Golf von Mexiko ist, wie sich danach herausstellte, vorhersehbar gewesen. Auch hier wurde vor Risiken einfach die Augen zugemacht und nach dem Wahlspruch gehandelt "es ist schon immer gut gegangen!". Jetzt, wo es nicht gutgegangen ist, sehen wir, dass eigentlich unsere natürlichen Lebensgrundlagen viel wichtiger sind als das Geld, das man nicht essen kann.

Katastrophen hat es schon viele gegeben und scheinbar lernt man nichts daraus. Ein Beispiel mehr gibt es in der Provinz Sevilla in Andalusien. Da steht im Ort Gerena unweit von Sevilla eine Kupfer-Mine mit dem Namen "Mina las Cruces", die es sich erlaubt, eine umweltschädlichsten Industrien in Andalusien zu sein. Auf ihrer Webseite steht sie aber für "Technologische Innovation, Umweltschutz, …

Rumänischer Sprache soll die Frauenfeindlichkeit abgewöhnt werden

Die rumänische Sprache hinkt was Geschlechtergleichstellung berifft hinter der Entwicklung in Westeuropa her. Während die deutsche Sprache diese Lektion gelernt hat, ist im Rumänischen die Frau zum Beispiel bei den Berufsbezeichnung noch ein Mann. Alle Berufsbezeichnungen abgesehen von ein paar Ausnahmen sind männlich.

Das soll sich jetzt aber ändern. Die Nationalagentur für Gleichstellung, ANES, will mit Hilfe des Linguistik-Institutes "Iordu Iordan" eine Sammlung von Berufsbezeichnungen herausgeben, bei denen auch die weibliche Bezeichnung des jeweiligen Berufs verzeichnet wird. Das Verzeichnis bekommt den Namen "Einstufung der Berufe in Rumänien" und wird COR abgekürzt. Das Projekt steht noch am Anfang: Zusammen mit dem Linguistik-Institut wird nach der geeigneten weiblichen Form der Berufsbezeichnung gesucht. In 6 Monaten hofft man das Projekt abschliessen zu können.

Die Universitätsprofessorin Mihaela Miroiu meint dazu: "Die Sprache reflektiert…

MenschenStrom gegen Atom an der Aare

Schweizer Umweltaktivisten wollen sich von der heimischen Atomindustrie nicht länger auf der Nase rumtanzen lassen. Unverfroren plant diese den Neubau von Krernkraftwerken und die Verlängerung von Laufzeiten, obwohl man schon den derzeitigen AKW's mangelnde Betriebssicherheit vorgeworfen hat. Die Atomkraftwerke stehen im Kanton Argau und zum Teil unmittelbar an der deutschen Grenze. Es sind dies die Kernkraftwerke Beznau-1, Beznau-2, Gösgen, Leibstadt und Mühleberg. Die Gemeinden mit Atomkraftwerken werden von den Betreibern mit hohen Zuwendungen gehätschelt und damit deren Widerstand gebrochen. Zudem ist es der Schweizer Atomindustrie gelungen, die Gefahren der Atomkraft in der Bevölkerung auf niedrigem Niveau zu halten. Beispielhaft die Information zum Atommüll, mit der die schweizerische Atomwirtschaft informiert: "Der Vorteil der hohen Energiedichte des Urans hat zur Folge, dass die Menge der radioaktiven Abfälle ausserordentlich gering ist. Der hochradioa…

Johannis überglücklich nicht rumänischer Ministerpräsident geworden zu sein

Der Bürgermeister von Hermannstadt / Sibiu, Klaus Johannis, hat sich in Rumänien wieder zu Wort gemeldet. Dem Fernsehsender Realitatea.TV erklärte er, dass er Gott danke, nicht an der Stelle des Ministerpräsidenten Boc zu sein.: "Ich kann gar nicht sagen wie dankbar ich bin .... oder wie dankbar, dass ich in Hermannstadt bin. Es hätte in dieser schwierigen Situation keinen grossen Spielraum bezüglich der Massnahmen gegeben".

Er bezog sich damit natürlich auf die Wirtschaftskrise, die Rumänien besonders getroffen hat. Statt der jetzt vom rumänischen Kabinett beschlossenen Gehalts- und Rentenkürzungen hätte er es aber vorgezogen, die Zahl der Beamten zu vermindern, die Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer zu erhöhen und die Mittel für den Autobahnbau zu kürzen. "Wenn man solche Massnahmen beschliesst, die vor allem die kleinen Einkommen wie die der Pensionäre und Staatsbediensteten treffen, dann ist es schwierig Vertrauen in die Massnahmen der Regierung zu be…

Brand im weltberühmten Instituto Butantan schockiert São Paulo

Das Butantan-Institut in São Paulo ist ein Zentrum der biomedizinischen Forschung. Es liegt im Viertel Butantã von São Paulo in der Nähe des Universitätsviertels mitten in einer grossen grünen Parklandschaft. Es ist eines der wichtigsten Touristenziele der Stadt. Es ist vor allem durch eine der grössten Schlangensammlungen der Welt berühmt geworden. Gleichzeitig ist das Institut grösste Produzent von Serum und Impfstoffen in Brasilien.

Am vergangenen Samstag brannte ein Teil des Instituts. Zur Zeit laufen die Untersuchungen über die Brandursache. Man versucht zu retten, was noch zu retten ist. Das Institut sieht sich erst danach in der Lage über den Umfang der Schäden eine Stellungnahme abzugeben.

Brasilianische Wissenschaftler sind sich aber jetzt schon im klaren, dass sie mit dem Brand einen unersetzlichen Verlust für ihre Forschungen erlitten haben. "Der Verlust ist nicht mehr zu reparieren. Das im Institut gelagerte Material ist nicht zu bezahlen und es gibt nicht…

Droht Sevilla die Aberkennung als UNESCO-Weltkulturerbe?

Die "Cajasol" eine Vereinigung von andalusischen Sparkassen plant eine megalomanes Projekt mitten in Sevilla. Sie will einen Büroturm in unmittelbarer Nähe zum historischen Zentrum errichten, der sich "Torre Cajasol" nennt. Die Vorarbeiten für das 178 Meter hohe Gebäude haben bereits im Jahr 2007 begonnen. Jetzt formiert sich der Widerstand dagegen. Eine Bürgerbewegung mit dem Namen ""¡Túmbala!" (Stürzt ihn!) will gegen das Projekt kämpfen, das auch die Organisation "World Monuments Fund" für so gravierend für das historische Stadtbild von Sevilla hält, dass sie Sevilla in die Liste des "Kulturerbes in Gefahr" aufgenommen hat.

Die Bürgerbewegung gibt dem sozialistischen Bürgemeister von Sevilla, Alfredo Sánchez Monteseirín, die Hauptschuld. Er soll der Antreiber für das Projekt sein und sich auf die Errichtung des Bauwerks versteift haben. Dabei sei das Projekt von Grund auf illegal, da es die städtischen und nationale…

Angemasste königliche Hoheit will Unterhaltsleistungen

Das sogenannte rumänische Königshaus ist von einer kaum zu verstehenden Impertinenz. Während die Regierung in der Wirtschaftskrise Gehälter und Pensionen kürzt, verlangt "Prinz" Radu vom rumänischen Staat, dass dem "Königshaus" der Unterhalt des Palastes in Bukarest bezahlt wird. Die Nachfahren des ehemaligen rumänischen Königshauses gerieren sich wie ein Staat im Staat. "König" Michael I. von Rumänien lässt sich weiterhin mit "Ihre Majestät" ansprechen und lässt sich als grosser Staatsmann feiern. Auf seiner Webseite wird gejubelt, dass er "der einzige Staatschef (!) ist, der direkt oder indirekt, von gleich zu gleich mit wichtigsten Führern der Zeit gesprochen hat".

Seine Residenz hat der Ex-König im Bukarester Elisabeta-Palast. In diesem unterzeichnete er am 30. Dezember 1947 seine Abdankungsurkunde. 2001 hat der rumänische Staat ihm diesen Palast zurückgegeben, da man ihm als ehemaligem Staatsoberhaupt dieses Privileg z…

Justiz bringt spanische Faschisten in Hochstimmung

Nachdem gestern die Selbstverwaltungsorganisation der spanischen Richter, CGPJ, den Richter Baltasar Garzón vorläufig von seinen Funktionen enthoben hat, jubeln die spanischen Faschisten. Die "Falange Española" behauptet, dass damit der Rechtsstaat bestätigt worden sei. Die prozessbeteiligte Organisation "Manos Limpios" sieht die Würde der spanischen Justiz wiederhergestellt und hält die Entscheidung für einen "sozialen Triumph".

In Meinungsumfragen bei Zeitungen gibt es aber ein konträres Bild. Die weit überwiegende Zahl der Leser missbilligt die Aktion der spanischen Justiz gegen den Richter Garzón. Vielen ist auch bewusst, dass diese Verbindung von Alt-Faschisten und Justiz dem Ansehen Spaniens und der kompromisslosen Aufarbeitung der Vergangenheit schadet.

Die Zeitung El Periódico fasst den Zustand der spanischen Justiz in ihrem Editorial noch einmal zusammen: "Klar, Garzón, hat in seiner Funktion als Richter Entscheidungen getroffe…

Die spanische Justiz unfähig vor den Scherben der Vergangenheit

Baltasar Garzón, Richter beim obersten spanischen Gerichtshof für Strafsachen (Audiencia Nacional), steht im Mittelpunkt einer Diskussion über die Vergangenheit Spaniens und die Menschenrechtsverletzungen während der Zeit der Franco-Diktatur. An der Lösung seines Falles wird sich entscheiden, wie Spanien mit dieser Vergangenheit in Zukunft umgehen wird.

Zu den Fakten:
Baltasar Garzón erklärte sich im Oktober 2008 für Untersuchungen zum Verschwinden von Opfern der Franco-Diktatur zuständig. In seiner Entscheidung beschuldigte er den Diktator Francisco Franco und 34 seiner Mitkämpfer, die die Rebellion gegen die Regierung der spanischen Republik anführten, einer systematische Auslöschung seiner Gegner und einer Unterdrückung, bei denen 114.266 Personen verschwanden und zu deren Verbleib von der Franco-Diktatur nie eine Erklärung abgegeben wurde. Die Taten des Franco-Regimes seien als Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzusehen.

Gegen diesen Beschluss stellte sich die Staat…

Bluebell, Happy Univers und Garfield gehen die Kinder aus

Die Wirtschaftskrise fordert ihre Opfer, in Rumänien auch im Bildungsbereich. Die wirtschaftlichen Probleme haben dazu geführt, dass viele Rumänen das Schulgeld für private Schulen nicht mehr bezahlen können. Die privaten Schulen, überwiegend Kindergärten, sind in den besseren Zeiten entstanden und müssen inzwischen um Schüler mit Sonderangeboten kämpfen. Fraglich ist, ob viele trotz harter Einsparmassnahmen vor dem Konkurs gerettet werden können. Auch in den Grosstädten, wo die Besserverdienenden leben, sieht die Lage seit Beginn des Schuljahres schlecht aus.

Unter diesen Bedingungen haben viele Eigentümer von Kindergärten sich gezwungen gesehen, Geld zuzuschiessen, um zu überleben. Sie haben die Schulgebühren gesenkt, um Eltern zu helfen, die sich in Schwierigkeiten befinden. "Es ist bedrückend, wenn man am Telefon eine Mutter in Tränen hat, die dich anfleht, die Frist für die Zahlung der Schulgebühr zu verlängern, weil sie arbeitslos ist und kein Geld mehr hat. Od…

Brasilianische Parlamentarier im Geldrausch

Im Oktober dieses Jahres stehen in Brasilien Wahlen an. Ein neuer Präsident wird gewählt, Gouverneure (vergleichbar den Ministerpräsidenten in deutschen Bundesländern) in 26 brasilianischen Bundesstaaten und im Bundesdistrikt Brasilia, die Abgeordneten des Parlaments und des Senates sowie - ein Novum - die Abgeordneten für das Parlament des Mercosul.

Nach alter brasilianischer Tradition werden die Politiker einige Monate vor den Wahlen besonders grosszügig. Man hat meistens Erfolg damit gehabt, die eigene Klientel mit grosszügigen Geldgeschenken kurzfristig bei Laune zu halten. Einen Anfang in dieser Hinsicht machte diese Woche das brasilianische Parlament, die Abgeordnetenkammer. Die Parlamentarier entschieden sich auf die Schnelle, den brasilianischen Rentnern unter die Arme zu greifen und ihre Renten um 7,7% zu erhöhen. Fachleute rechnen mit Mehrkosten in Höhe von 4 Milliarden Reais (ca. 1,7 Milliarden Euro). Die Regierung versuchte die Parlamentarier von diesem Besch…

Rechtsanwälte, die ihre Pflichten nicht ernst nehmen

Die Rechtsanwaltskammer von Pernambuco (OAB/PE) veröffentlichte heute eine Liste von 31 Rechtsanwälten, die wegen Verstoss gegen die Berufsehre bestraft wurden. Eine Rechtsanwältin wurde sogar aus der Rechtsanwaltskammer ausgeschlossen. Sie war für die internationale Organspender-Mafia tätig, die Spendernieren von Brasilianern nach Südafrika verkaufte. Die Entscheidungen wurden vom Ethik- und Disziplinargericht der Rechtsanwaltskammer getroffen.

Weswegen wird denn nun so ein Rechtsanwalt aus der Rechtsanwaltskammer ausgeschlossen? Die Gründe und auch die Namen sind auf der Webseite der Rechtsanwaltskammer von Pernambuco zu lesen und sie lauten wie folgt:

Vertragsbruch: Betrifft immerhin 17 Rechtsanwälte. Bereicherung: 2 Rechtsanwälte. Ungerechtfertige Einbehaltung / Vorenthaltung von Akten: 3 Rechtsanwälte. Nichterfüllung der vertraglichen Leistungen: 4 Rechtsanwälte. Beihilfe zu Gesetzesbruch oder Betrug: 2 Rechtsanwälte. Ungebührliches Verhalten: 2 Rechtsanwälte. Schuldha…

Preisträger José Antonio Hernández zum Gürtel-Skandal

José Antonio Hernández ist Journalist der Zeitung "El Pais". Er hat den diesjährigen Preis "Ortega y Gasset" für die beste Pressearbeit über den Skandal "Gürtel" erhalten.

Er hat sich im Internet den Fragen der Leser zum Gürtel-Skandal gestellt. Seine Antworten gebe ich auszugsweise nachstehend wieder:

Zum Verhalten der Oppositionspartei Partido Popular (PP), deren Mitglieder in erster Linie in den Skandal verwickelt sind, schreibt er: "Während die Wirtschaftskrise der PP zur Rückkehr an die Macht zu verhelfen schien, hat die Partei jetzt einen ausserordentlichen Korruptionsfall am Hals, der die Struktur der Partei ins Wanken gebracht hat. Wie sollte die PP nun handeln? Anstelle eine Hexenjagd gegen diejenigen zu veranstalten, die die ganzen schmutzigen Korruptionsverbindungen aufgedeckt haben, sollte die PP von Rajoy die Gelegenheit nutzen, ihr Haus ohne das Zaudern, das wir bisher erlebt haben, zu säubern. Und zwar hätten sie das sofort…

Die traurige Gestalt des Florin Nedelea im Meer der Niedertracht

Gestatten Sie, dass ich mich vorstelle: Ich bin Florin Nedelea. Bürgermeister des rumänischen Dorfes Clejani im Kreis Giurgiu. Ich besitze mehrere Autos: Einen BMW X5, einen BMW X3, einen Mazda RX8 und einen Dacia Logan. Sie werden fragen, woher ich denn das Geld für die vielen teuren Autos habe. Das war ganz einfach, ich habe Grundstücksgeschäfte gemacht, so wie das hier alle machen. Mit meinem besten Pferd im Stall, dem weissen BMW X5, bin ich zum 1. Mai an den bulgarischen Goldstrand gefahren, um Urlaub zu machen.

Ich mache gerne Urlaub in Bulgarien. Bei uns in Rumänien kann man ja nur im Zelt seine Ferien verbringen, weil die Hotels nichts taugen. Aber jetzt haben mich die Bulgaren schwer enttäuscht. Ich bin richtig sauer, direkt vor meinem Hotel wurde mir mein BMW X5 geklaut. Ich habe mich so aufgeregt, dass ich jetzt Herzprobleme habe. Zum gleichen Zeitraum wurden in der Nähe 6 weitere Autos von Rumänen gestohlen! Wir haben uns zusammengetan und vor dem Hotel gegen …

Wenn die Folterer und Mörder sich selbst amnestieren

Mit dem brasilianischen Amnestiegesetz vom 28. August 1979 wurde denehemaligen Militärmachthabern für alle politische Verbrechen und Wahlfälschungen Amnestie erteilt. Am 29. April 2010 entschied der oberste brasilianische Gerichtshof (STF) auf einem Antrag der Rechtsanwaltskammer Brasiliens, mit dem eine Präzisierung des Amnestiegesetzes beantragt wurde, dass ein solche Klage nicht zulässig sei. Damit bleibt das Amnestiegesetz und der damit erteilte Freispruch für alle Verbrechen der Militärdiktatur bestehen. Die Rechtsanwaltkammer wollte vom Gericht eine Klarstellung des Begriffs "politische Verbrechen", um wenigstens Folterungen als ein normales Verbrechen strafrechtlich verfolgen zu können. Dem hat der STF mit seiner Entscheidung einen Riegel vorgeschoben. Laut Gericht optierte Brasilien mit dieser Entscheidung für "die Eintracht" und gegen die Opfer. Für die Eintracht haben sich 7 von 9 Richter entschieden.

Der Richter Carlos Ayres Britto war eine…

Der erste Mai, Protest statt Arbeit

Madrid:
Tausende Personen treffen sich zu einer Demonstration zum ersten Mai auf der "Plaza de Cibeles". Die Demonstration steht unter dem Zeichen des Protestes wegen der schlechten wirtschaftlichen Situation Spaniens. Organisiert wird sie von den Gewerkschaften CC.OO. und UGT. Es herrscht sonniges Wetter und eine festliche Stimmung. Man sieht Spruchbänder wie "Kampf der Jugendarbeitslosigkeit" oder "Hilfe für die Arbeitslosen und Armen, nicht für Bankiers und Pfarrer".

Barcelona:
Mehr als 10.000 Personen gehen auf die Strasse, um Beschäftigung und Sozialleistungen zu verteidigen. Die Demonstration wurde von Musik begleitet und lief angesichts drohenden Regens relativ schnell ab. Der Generalsekretär der UGT verlangte auch die Anerkennung Kataloniens als "Nation".

Málaga:
Arbeiter und Gewerkschafter trafen sich heute Morgen in Málaga angesichts einer historischen Arbeitslosenrate von 30% für die Provinz Málaga unter der Forderung "Fü…