Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom September, 2009 angezeigt.

Westlicher Lebensstandard bleibt für Rumänen noch lange ein Traum

Die Agentur Moody's meint es noch gut mit den Rumänen. Nach Analysen ihrer Experten werden die Rumänen in 40-45 Jahren den Lebensstandard der westeuropäischen Staaten erreicht haben. Der rumänische Wirtschaftsexperte Ilie Şerbănescu ist da wesentlich skeptischer. Nach seiner Ansicht wird es noch mehr als ein halbes Jahrhundert brauchen, bis Rumänien den Lebensstandard von Grossbritannien oder Frankreich erreicht hat.

Schuld sei die bisherige Poltik, die den Konsum von Importprodukten über Krediten gefördert habe. Die jetzige Wirtschaftskrise habe gezeigt, dass Rumänien kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum gehabt habe. Für einen hohen Lebensstandard sei das Vorhandensein einer echten Wirtschaft mit einer starken Industrie und Landwirtschaft erforderlich. Die rumänischen Investoren hätte keine finanziellen Kapazitäten um eine solche Basis zu schaffen und die ausländischen Investitoren seien nur wegen des schnellen Profits nach Rumänien gekommen und hätten sich auf Aktivitäten im Imm…

Dilma Rouseff und ihr Fan Hugo Chávez

Dilma Rouseff ist die heisseste Anwärterin als Kandidatin der regierenden Partido dos Trabalhadores (PT; Arbeiterpartei) für die brasilianischen Präsdientschaftswahlen im Jahr 2010. Sie ist Chefin der Staatskanzlei (Casa Civil) des brasilianischen Präsidenten. In dieser Funktion ist sie eine enge Vertraute von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva. Ihr Vater ist ein naturalisierter Bulgare, deshalb ihr unbrasilianischer Name, der komplett auf Dilma Vana Rousseff Linhares lautet.

Sie ist 1947 geboren. Sie interessierte sich bereits früh für sozialistische Ideen und beteiligte sich nach dem Militärputsch von 1964 an von den Militärs verbotenen Aktionen. 1970 bis 1972 befand sie sich im Gefängnis, wo sie auch im Stile der damaligen Militärherrscher gefoltert wurde. Später begann sie ihre politische Karriere im Bundesstaat Rio Grande do Sul in der Hauptstadt Porto Alegre.

Für den Wahlkampf von Luiz Inácio Lula da Silva zeichnete sie sich zuerst durch Ausarbeitung eines nationalen Energie-Plan…

Die Polizei, dein Freund und Helfer

Im Stadtteil Casa Amarela von Recife (Pernambuco) kam es in den letzten Tagen zu mehreren Einbrüchen und Überfällen. Der gravierendste Fall ereignete sich, als ein Ehepaar in seinem Haus überfallen und etwa ein halbe Stunde als Geisel gehalten wurde.

Typischer Fall für die Polizei, würde man sagen. Das Ehepaar dachte das wohl auch und rief diese zu Hilfe. Da hatten sie aber nicht mit der Arbeitsunlust der örtlichen Polizeistation gerechnet. Diese sahen keinerlei Veranlassung in irgendeiner Form tätig zu werden. Das anzeigende Ehepaar wurde belehrt, dass ihr Anliegen bei der Polizei falsch aufgehoben sei, denn "sie versuchen ein Medikament zu kaufen, an einem Ort, wo man Autoersatzteile verkauft". Ein derartiges Abwimmeln ist in Recife wohl des Öftern an der Tagesordnung und die Bevölkerung verzichtet oft im Vornhinein, Hilfe bei der Polizei zu suchen. Diesmal war aber die Kamera eines Fernsehsenders dabei und in den nächsten Nachrichten konnte ganz Recife erfahren, wie publik…

Katalanen verärgern Spanier

Aufregung in Spanien, ein Vorort von Barcelona veranstaltet eine Abstimmung über die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien. In Arenys del Mar wird von nicht-öffentlichen Organisationen eine solche Abstimmung durchgeführt, nachdem zuvor ein Gericht entschieden hatte, dass die Gemeinde eine solche Volksbefragung nicht veranstalten darf. Die erste Vize-Ministerpräsidentin Spaniens, María Teresa Fernández de la Vega, erklärte dazu, dass diese Umfrage keinerlei rechtliche Konsequenz haben werde, da sie ausserhalb der Verfassung und des Gesetzes stattfinde.

Nicht so zufrieden ist der Oppositionsführer von der Partido Popular (PP), Mariano Rajoy, er zetert wie wenn der Untergang Spaniens bevorstünde. Verlangt ein starkes Wort des Ministerpräsidenten. Er verlangt von ihm, dass er nicht "das Maul halten", sondern klar Stellung nehmen und nicht auf die Seite schauen solle. Diese Wutausbrüche auf höchster Ebene sind etwas verwunderlich, denn eigentlich kann man eine private Umfrage in…

Salvador Bahia im Belagerungszustand

Die vergangen 6 Tage waren hart für Salvador, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Bahia. 12 angezündete Omnibusse, 9 Überfälle auf Polizeistationen, 6 verletzte Polizisten und eine Panik in der Bevölkerung von Salvador. Es war eine Aktion der Drogenmafia. Der Befehl zum Terror kam aus den Gefängnissen. Er sollte Chaos verursachen und gleichzeitig der Stadt ihre Unfähigkeit zur Sicherung der öffentlichen Ordnung vor Auge führen.

Der Startschuss zum Aufstand kam mit der Verlegung eines Mannes, der zum Chef des Drogenhändlerrings in Salvador gehört, in ein Hochsicherheitgefängnis im Bundesstaat Mato Grosso do Sul (in Südbrasilien). In 4 verschiedenen Vierteln der Stadt wurden die Polizeistationen mit Gewehren beschossen, Busse mit Molotow-Cocktails attackiert.

Ein Polizist schilderte einen Überfall: "Ungefähr 10 bis 11 Typen kamen in 2 Autos an. Jedes Auto kam von einer anderen Seite. Mir gelang es nur den den schwarzen Fiesta zu sehen. Sie hielten kurz vor mir, voll ausg…

Kampf den Vorurteilen gegen die Roma

"Stop Prejudecăţilor despre Etnia Romă", abgekürzt S.P.E.R., heisst "Kampf den Vorurteilen gegen die Roma-Ethnie" und ist ein Programm der rumänischen Regierung, das vom EU-Phare-Programm unterstützt wird.

"Alle Zigeuner stehlen. Du sprichst wie in einem Zigeuner-Zelt. Du sollst nicht mit den Zigeunern spielen! Wenn du nicht brav bist, gebe ich dich den Zigeunern." Das sind die gängigsten Sprüche in Rumänien mit Roma-Bezug, die auf der Webseite von S.P.E.R. zitiert sind. Und weiter wird ausgeführt: "Von klein auf wurden wir belehrt, dass die Roma nicht integrierbar sind. Wenn wir ihnen auf der Strasse begegnen, gehen wir ihnen aus dem Weg, wenn sie uns etwas fragen, fühlen wir uns angegriffen, manchmal bekommen wir Herzklopfen, wenn sich ein Roma in der Strassenbahn auf den Stuhl gegenüber von uns hinsetzt."

Und die Schlussfolgerung: "All diese Vorurteile gegenüber den Roma verhindern, dass wir sie als das ansehen, was sie sind: Als Menschen.

Selbsternannter Herr über Leben und Tod

Im südlichen São Paulo fand man Leichen, denen man den Kopf abgerissen und teilweise die Hände abgehackt hat. Es geht um 12 Mordfälle, fünf Tote wurden enthauptet.

Rodolfo da Silva Vieira ist Militärpolizist in São Paulo. Sein Vater war ebenfalls Militärpolizist und ist in der Funktion eines Kapitäns (capitão) in Rente gegangen. Silva Vieira erfreute sich im Filz der Militärpolizei der Protektion durch den Oberst Eduardo Félix de Oliveira, einem Freund seines Vaters. De Oliveira gehörte auch einem Gericht in São Paulo an, die sich mit der Untersuchung von Straftaten befassten. Dieses Gericht wurde 2005 aufgelöst.

Das brasilianische Militär, insbesondere die Militärpolizei, die eine obskure Zuständigkeit halb militärisch und halb zivil hat, hat eine blutige Tradition in der Bildung von Todeskommandos, die sich zum Herrn des Gesetzes machten und hinrichteten, wen sie für einen Kriminellen hielten.

So auch Silva Vieira. Er war der Chef des Todeskommandos "Os Highlanders". Ihm und …

Milliarden fürs Töten

Brasilien wird in Kürze mit Frankreich das grösste Waffengeschäft seiner neueren Geschichte abschliessen. Morgen wird das entsprechende Abkommen unterschrieben, mit dem 8,5, Milliarden Euros in Unterseeboote versenkt und mit Hubschraubern verwirbelt werden. Dann winkt aber auch noch in Kürze eine Beschaffungsaktion für neue Jagdflugzeuge, wo der französische "Rafale" ebenfalls ein heisser Favorit ist.

Staatspräsident Sarkozy wird morgen als Ehrengast zu den Feierlichkeiten des Unabhängigkeitstages nach Brasilien kommen und zusammen mit dem brasilianischen Staatspräsidenten Lula den Handel als Teil einer strategischen Partnerschaft feiern. Laut Lula ist Frankreich das "flexibelste" Land soweit es um Weitergabe von neuen Technologien geht. Vielleicht wird Sarkozy auch noch ein bisschen Überzeugungsarbeit bezüglich des Jägers "Rafale" leisten.

Brasilien bekommt für die Beschaffung einen Kredit, den es in 20 Jahren abstottern darf.

Warum braucht Brasilien sovie…

Barcelona's Altstadt, wo die Prostitution sich nicht versteckt

Rund um die Flaniermeile „Rambla“ und den populären Markt „La Boqueria“ entwickelt sich Barcelona zurück, zum öffentlichen Bordell. Die Prostitution rund um diesen malerischen und von vielen Touristen besuchten Markt hat Ausmasse angenommen, die sie zu einem öffentlichen Ärgernis werden lassen. Die Zeitung „El Pais“ hat vor kurzem einen Bericht mit Fotos veröffentlicht, der zeigt wie ungeniert inzwischen das Sex-Geschäft rund um die Boqueria betrieben wird.

Sex in aller Öffentlichkeit und das auch noch fotografiert, das schockierte doch sehr. Das Sex-Geschäft in Barcelona ist in den Händen einer Zuhälter-Mafia, die die Prostituierten nach dem Motto grösstmöglicher Gewinn mit möglichst wenig Unkosten ausbeutet. Diese werden ohne Gesundheitsvorsorge und Schutz vor Ansteckungen rund um die Uhr zu ihren Dienstleistungen gezwungen. 20 Euro verlangen sie für ihre Dienste, die dann sofort auf der Strasse zwischen den Säulen der Boqueria abgewickelt werden. In der Regel sind es Ausländerinnen…

Achtung Lebensgefahr!

Fast 3.000 Menschen sterben jährlich auf Rumäniens Strassen. 9.000 werden verletzt, manche für ihr Leben lang verstümmelt. Spitzenreiter bei den Unfällen ist die DN 1 (Drumul Naţional), die von Bukarest nach Norden durch die Karpaten nach Braşov (Kronstadt) und weiter nach Cluj-Napoca (Klausenburg) führt. Diese Strasse ist weder hü noch hott. Zum Teil autobahnähnlich vierspurig ausgebaut, aber ohne Mittelstreifen, führt sie vor allem im südlichen Karpatenvorland mitten durch lange Strassendörfer.

Da liegt auch schon das Problem: Die Strassen können zwar mit hoher Geschwindigkeit gefahren werden, aber es fehlt jede vernünftige Infrastruktur für Verkehrssicherheit. Die Mentalität der Fahrer - potentes Auto muss auch mit Höchstgeschwindkeit gefahren werden - ist nicht dazu angetan, das Unfallpotential zu verringern. Da sich Verkehrsteilnehmer aller Arten auf diesen Strassen tummeln - oft artet die Fahrt in einen Salom zwischen Pferdefuhrwerken und streunenden Hunden aus- wär ein vorsichti…

Verlorene Kugel empört Heliópolis

In der Favela Heliópolis, im Süden von São Paulo, kehrte am Montagabend ein 17-jähriges Mädchen nach Hause zurück. Und geriet plötzlich in einen Schusswechsel zwischen Autodieben, die einen Ford Ka entwendet hatten und der lokalen Polizei von São Caetano do Sul. Dabei erwischte eine Kugel das Mädchen, traf sie in die Brust. Sie wurde in das Krankenhaus gebracht, konnte aber nicht mehr gerettet werden. Sie wohnte bei ihrer Mutter und hat eine Tochter, die 1 Jahr und 8 Monate alt war. Die junge Mutter war das Opfer einer "verlorenen Kugel" (bala perdida), schreibt die brasilianische Presse.

Es war das Ende einer wilden Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und den "Ka-"Dieben. Die Polizei schoss auf die Reifen des Autos. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und kollidierte mit einem entgegenkommenden Corsa. Die Diebe flüchteten aus dem Auto und daraufhin kam es zu dem für die junge Frau tödlichen Schusswechsel. Der Fahrer der gestohlenen Wagens konnte flüc…