Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom September, 2008 angezeigt.

Recife entsetzt: Mord an Lehrerin

In Recife herrscht grosse Empörung über den Mord an einer 51 Jahre alten Lehrerin von der technischen Schule "Professor Agamenon Magalhães" (Etepam). Sie wurde am Sonntag von 3 Jugendlichen im Alter von 14, 15 und 16 Jahren mit einem Schuss ins Gesicht ("um único tiro no rosto") getötet. Die Täter wurden 24 Stunden nach der Tat gefasst und haben die Tat inzwischen gestanden.

Die jugendlichen Täter waren in den Rauschgifthandel verwickelt. Der 14-Jährige sah laut Diario de Pernambuco eher wie ein 10-Jähriger aus, er war unter 1,50 m gross. Seiner Mutter lebt in sehr armen Verhältnissen und sagte, dass sie ihren Sohn, der immer mehr in das "Leim-Schnüffler"-Milieu (cada vez mais viciado em cola de sapateiro) abgeglitten war, nicht mehr unter Kontrolle hatte. Der Einzige, der von den Dreien zur Schule ging, war der Älteste mit 16 Jahren (von der Polizei mit dem Alias-Namen "Rodrigo" benannt). Er gab zu, dass er die Tat geplant habe, um seine Drogens…

Romas in Europa aus französischer Sicht

Der französische Fernsehlkanal France 2 berichtet in seinem Blog zur Sendung "Avenue de l'Europe" über die Romas, von manchen auch diskriminierend Zigeuner, Ziganen oder Gitanos genannt, unter dem Titel "Les Roms en Europe : un dossier empoisonné" (Die Romas in Europa: ein vergiftetes Dossier). Es wird festgestellt, dass die Romas die grösste Minderheit in der Europäischen Union darstellen. Sie zählen mehr Person wie Belgien und Irland Einwohner haben. France 2 meint, dass das Problem der Roma erst richtig zum Tragen gekommen ist, seit Rumänien Mitglied der EU ist. In Rumänien lebt die grösste Roma-Gemeinde, die die neue Reisefreiheit auch kräftig ausgenutzt haben soll.

Einen besonderen Zulauf hatten die Länder Italien und Spanien. Laut France 2 hat Italien besonders brutal auf die Neu-Eingereisten reagiert ("Celle de Berlusconi est à l'image du personnage: brutale"; die Reaktion von Berlusconi ist entsprechend seiner Persönlichkeit:brutal) währe…

Chirimoya aus Granada

Die Tropenfrucht Chirimoya, in Brasilien auch Girimoya genannt, wird auch an der Küste von Granada in kleinem Stil angebaut. Die Girimoya hat weisses Fruchtfleisch und schwarze Kerne und schmeckt sehr süss.

Zur Vermarktung dieser "granadinischen" Frucht wurde nun ein Internet-Shop mit dem Namen "TeleChirimoya" gegründet. Mit dem Shop soll das kleine Anbaugebiet in Spanien gefördert werden.

Hamburger-Verbot in rumänischen Schulen

Gestern ist in Rumänien ein Dekret des Ministeriums für öffentliche Gesundheit (Ministerul Sănătăţii Publice) in Kraft getreten, mit dem der Verkauf von Fastfood innerhalb der Schulen verboten wird.

Die Zeitung "Evenimentul Zilei" geht darüber hinaus und berät die Eltern über die gesunde Ernährung ihrer Kinder. So sollten aus dem Vesperpaket der Kinder verschwinden: Wurst (Mezelurile ), Hamburger (hamburgerii), Süssigkeiten (dulciurile) oder Fruchtjoghurt (iaurturile cu fructe). Das Vesperpaket (Pacheţelul) sollte dagegen enthalten: Sandwich mit Käse (brânzeturi) oder kaltem Hühnerbraten (friptură de pui rece) sowie Obst (fructe). Empfohlen werden auch Sandwich mit Lachs (somon) wegen der ungesättigten Fettsäure (acizi graşi) Omega 3. Die sollen die Gehirnentwicklung fördern.

Ausserhalb der Schule wird Suppe, Salate und vor allem auch Bohnengerichte (fasolea), deren Vielfalt an Vitaminen, Proteinen und Balaststoffen gerühmt wird, den Kindern angeboten werden.

Jetzt müsssen nur …

Papageientaucher beobachten Golf

"The Scotsman" berichtet heute unter der Schlagzeile "Auf einer Insel, die bekannt für seine Papageientaucher (birdies) ist, verwirklicht sich ein Golf-Traum". Auf der Nordmeer-Insel Fair, 40 km südwestlich der Shetland-Insel, hat ein Amerikaner seinen Traum verwirklicht und einen 6-Loch Golfplatz hingebaut. Fair hat 70 Einwohner, ist 5 km lang und 3 km breit. Und wichtig: Die Insel ist ein Vogelparadies.

Der stolze Besitzer des neuen Golfplatzes ist ein Amerikaner aus New York. Er erzählte dem "Scotsman", dass er, als beschlossen hatte nach Schottland umzuziehen, keiner dieser Amerikaner sein wollte, die den ganzen Tag Scotch-Whisky trinken und Golf spielen. "Und ich habe auch keinen Whisky getrunken bis ich hierher kam. Aber das ist genau das, was ich jetzt tue."

Die Insel Fair hatte bereits einen sehr einfachen Golfplatz, bei dem alte Pudding-Dosen (old pudding tins) und Besenstiele (broomsticks) Löcher und Fähnchen ersetzen mussten.

Im Bericht …

Computer terrorisiert andalusisches Justizministerium

Der Diario de Sevilla berichtet heute, dass eine ausgeschiedene Aushilfskraft beim Handelsregister nicht ersetzt werden kann, weil der Computer etwas dagegen hat. Das Handelsregister wollte eine ausgeschiedene Aushilfskraft ersetzen und hatte einen entsprechenden Antrag beim Justizministerium (Consejería de Justicia y Administración Pública) der andalusischen Regierung gestellt. Das Justizministerium teilte nun mit, dass das Computer-Programm zur Verwaltung der Arbeitskräfte eine Nachbesetzung des Arbeitsplatzes nicht erlaubt. Deshalb müsse der Arbeitsplatz leider weiterhin unbesetzt bleiben.

Das geht über das Fassungsvermögen des Diario de Sevilla. Es sei bekannt, dass das Handelsregister völlig überlastet und eine Nachbesetzung dringend erforderlich sei. Insofern sei es völlig unverständlich, dass im Justizministerium keiner in der Lage zu sein scheint, dem Computer neue Anweisungen zu geben.

Barcelona feiert das Fest der Mercè

An diesem Wochenende feiert Barcelona seine Schutzpatronin, die "Mercè". Der volle Titel der Schutzpatronin lautet: "la Mare de Déu de la Mercè" (die Mutter Gottes von der Gnade). Dahinter verbirgt sich wieder einmal die Heilige Maria, die sich in Spanien in vielen selbständig gewordenen Frauennamen präsentiert (z.B. Socorro, Mercedes, Concepcion usw.).

Die Legende berichtet über den "Dia de la Mercè" in Barcelona folgendes: In der Nacht des 24. September 1218 erschien die Mutter Gottes gleichzeitg König Jaume I und dem Sant Pere Nolasc und auch Sant Ramón de Penyafort. Von allen verlangt sie, dass sie einen Mönchsorden gründen sollen, der sich damit beschäftigt, von den Sarrazenen gefangen genommene Christen zu befreien. Es war die Zeit der Religionskriege. Jahrhunderte später, 1687, wird Barcelona von einer Heuschreckenplage (plaga de llagosta) heimgesucht. Sie Stadt widmet sich deswegen der "Mare de Déu de la Mercè". Nach dem Ende der Plage wi…

Haie in Boa Viagem

Julia Kacowicz empfiehlt in ihrem "Blog do meio ambiente" Badefreunden, besser nicht am Strand von Boa Viagem (der schönste Stadtteil am Strand von Recife) ins Wasser zu gehen. Denn hier lauert der Tiger-Hai. Die Bundesuniversität von Pernambuco hat eine Studie über die Migration von Haien in den Küstengewässern von Recife gemacht und festgestellt, dass Tiger-Haie für die 52 seit 1992 festgestellten Hai-Attacken verantwortlich sein sollen.

In der Studie wurde ein Tiger-Hai für einen Monat beobachtet. Es wurde festgestellt, dass dieser vom Süden entlang der Küste von Recife nach Norden zog. Dabei wurde mit Satellitendaten festgestellt, dass der Hai sich im Zick-Zack mal der Küste näherte und mal entfernte. Gefährlich wird es dann, wenn die Haie sich der Küste nähern. Leider gibt die Studie keine gesicherte Antwort, wann die Annäherungen stattfinden. Man vermutet, dass sie teilweise mit der Flut (maré cheia) kommen und auch bei Neumond (lua nova).

Mehr zur Hai-Gefährdung an der …

Meldungen vom Amazonas - Diario do Pará

Neu aufgenommen in die "Nachrichtenquellen" ist der Diario do Pará. Die Zeitung gibt uns einen Einblick in das Leben des brasilianischen Bundesstaates Pará mit seiner Hauptstad Belém do Pará. Belém liegt im Nordosten Brasiliens an der Amazonas-Mündung.

Zur Feier des Tages die heutigen Schlagzeilen des Diario do Pará:
Auftragskiller töten Rechtsanwalt in Tucumà (Pistoleiros matam advogado em Tucumà)Die Strassenverkäufer messen ihre Kräfte mit der Gemeindeverwaltung von Belém (Camelôs medem forças com PMB)Richter annuliert Wahl des Rektors der Bundesuniversität von Pará (Juiz anula eleição para reitor da UEPA)Brotpreis fällt bis zu 28% in Gross-Belém (Preço do pão cai até 28% na grande Belém)Wir erfahren auch, dass in Santarém, eine Stadt die ca. 1.400 km amazonasaufwärts von Belém entfernt liegt, eine Asfaltfabrik den Bewohnern des Stadtteils Amparo das Leben schwer macht. Eine Anwältin stellt gegenüber den Behörden fest, dass diese Fabrik die Normen für Umweltschutz verletzt u…

Ein Sanatorium weder zum leben noch zum sterben

Romania Libera berichtet heute über ein Sanatorium für Tuberkulosekranke in Drajna, in der Karpatenprovinz Prahova, mit dem Titel "Das Sanatorium, in das du nicht kommst, um zu leben, aber in dem du auch nicht sterben kannst".

Dann folgt eine unglaubliche Tatsache nach der andern: "Das Sanatorium hat keine Leichenhalle, Tote werden in einen Schuppen im Hof abgelegt bis sie von den Verwandten abgeholt werden." Obwohl die meisten Kranken Probleme mit der Lunge haben, rauchen und trinken die Patienten wie in einer Bodega. Ein Patient hält das für sehr gut, er kommentiert: "Es ist gut hier. Die lassen uns rauchen und wir können auch ausgehen, um ein Bier zu trinken".

Ein Angehöriger berichtet: "Ich habe ihn auf dem Boden gefunden wie ein Hund. Niemand hat eine Kerze neben ihm angezündet. Niemand hat es für nötig gehalten, ihm die Kleider auszuziehen, die er anhatte als er starb. Ich habe eine Assistentin extra bezahlt, damit sie ihn wäscht. Diese hat aber…

Todesschwadrone in Brasilien - esquadrões da morte

Laut Diario de Pernambuco bereitet der Berichterstatter der UNO gegen willkürliche Hinrichtungen, Philip Alston, einen Bericht über seine Reise nach Brasilien im Jahr 2007 vor, der 2009 den Mitgliedstaaten der UNO überreicht werden soll.

Er stellt fest, dass die Sicherheitpolitik keinerlei Wirkung zeigt, da ein Teil der Politiker mit den Verbrechern eng verbunden ist und es ein Schutzsystem gibt, das verhindert, dass sie als Mörder verfolgt werden können. Durch die miserable Sicherheitssituation neigen immer mehr Brasilianer dazu, willkürliche Hinrichtungen von vermeintlichen Verbrechern durch Todesschwadrone, die in der Regel aus Polizisten bestehen, zu begrüssen. Dabei ist ein Grossteil der Polizisten tief in die Kriminalität verwickelt. Korruption und Erpressung gehören für viele Polizisten zum Tagesgeschäft, eine Tätigkeit, die in politischen Kreisen sogar toleriert wird.

Vor allem in Pernambuco gibt es die Todesschwadrone. Ihnen werden Auftragsmorde nachgesagt und laut UNO-Berichte…

Französische Sicht auf deutsche Sprachstörungen

Die Zeitung "L'Alsace" berichtet in seinem Blog unter dem Titel "Les défenseurs de la langue de Goethe se rebiffent" (die Verteidiger der Sprache Goethes rebellieren) über die Bemühungen in Deutschland, den Anglizismen den Kampf anzusagen. Es wird nicht nur über den Kampf gegen die alltägliche Verwendung englischsprachiger Ausdrücke berichtet, sondern auch darüber, dass es den Deutschen - es wird ausdrücklich erwähnt, dass diese Sprache die meistgesprochene der EU ist - langsam aufstösst, dass sie in Brüssel sprachpolitisch wie Zwerge behandelt werden.

Interessant die Reaktionen der Leser:
Jeannot meint, dass sich die Aufregung nicht lohnt, Englisch wäre schließlich durchaus geeignet als gemeinsame Sprache der EU. Schließlich würden die Sprachen kommen und gehen.
Cairote hält diesen Kampf für Schwachsinn, Englisch wäre nun mal heutzutage die dominierende Sprache in allen Bereichen und jeder Kampf dagegen wäre wirkungslos.
Florestan bekrittelt das "Augen-Vers…

Schottland hat genug vom Regen

Die "Scottish Environment Protection Authority"(SEPA) ist für Hochwasserwarnungen in Schottland zuständig. Sobald die Gefahr von Hochwasser besteht, verfügt die SEPA als erstes den Status des "flood watch" (Hochwasserbeobachtung). Die nächsten Stufen sind "flood warnings" und "severe flood warnings".

Zur Zeit gibt es einen "flood watch" für ganz Schottland. Für heute werden erneut schwere Regenfälle erwartet. Dies ist aber nur der Gipfel der Jahres-Wetterentwicklung auf der britischen Insel. Im "Scotsman" erscheint heute ein Bericht unter dem Titel "Fields of dreams ruined – and we'll all pay price" (ruiniertes Paradies - und wir alle werden den Preis bezahlen). Die ständigen Regenfälle haben inzwischen die Landwirtschaft derart beeinträchtigt, dass die schottischen Bauern erst die Hälfte ihrer Ernte einholen konnten und das, was geerntet wurde, zum Teil von sehr schlechter Qualität sein soll.

Ein Farmer berichtet…

Comienzan los clases - ab Montag Schulalltag in Andalusien

Die "Junta de Andalucia" (Landesregierung von Andalusien) kündigt für Montag den Schulstart für die andalusischen Kinder an. 4.915 Schulen und Gymnasien (colegios y institutos) werden ihre Tore für die Ausbildung in Kindergärten, Grundschulen, Sekundarstufen und Sonderschulen öffnen. Insgesamt sollen es ca. 1,5 Millionen Schüler sein.

Die Landesregierung ist stolz darauf, dass jetzt die Schulbücher weitgehend kostenlos sind. Damit ist das politische Ziel der Lehrmittelfreiheit, das 2005 gestartet wurde, vollendet. Neu ist auch die stärkere Ausrichtung der Schulinhalte auf Fremdsprachen und Informationstechnologie.

In Andalusien gibt es 518 bilinguale Schulen (256) und Gymnasien (262). Die überwiegende Mehrheit (457) offerieren blingualen Unterricht in Englisch, 52 in Französisch und 9 in Deutsch. Zu letzteren gehören sicher auch die Deutsche Schule in Sevilla und diejenige in Málaga/Marbella.

Schweizer Nuklearfrauen

Es gibt eine im Internet präsente Vereinigung, die sich "Woman in Nuclear" (WIN) nennt. Ziel ist es, der Bevölkerung die Kernkraft schmackhaft zu machen.

Der Schweizer WIN-Gruppe wird präsidiert von Irene Aegerter, einer Physikern. Auf ihrer Webseite erklärt die Vereinigung, welchen Zweck der Verein verfolgt. Ausgehend von der Erkenntnis, dass die Techniker nicht in der Lage sind, das Thema der Bevölkerung auch emotional näher zu bringen. Das heisst: "Wir Frauen, die in der Kerntechnik tätig sind, möchten, deshalb von Frau zu Frau über alle Aspekte unseres beruflichen Umfelds offen und transparent orientieren. ....Vertrauen hat man in Menschen und nicht in technische Installationen.
Vergessen wir die emotionale Ebene, so kommt die Information - gerade in einer von Bildern, Vorstellungen und Ängsten geprägten emotionalen Diskussion - nicht an. Wir müssen zuerst die Herzen der Leute gewinnen, bevor wir auch ihre Köpfe überzeugen können."

Die Bevölkerung wird mit folgend…

Interlopi - Mafia auf Rumänisch

In Rumänien gibt es einen Ausdruck als Äquivalent für die Mafia, es sind die "Interlopi". In den letzten Tagen geht es besonders in Craiova, Hauptstadt der Provinz Dolj südlich der Karpaten, besonders hoch zu, nachdem der "Pate" Caiac ermordet wurde. Caiac war es vor einiger Zeit gelungen, 2.000 Bandenmitglieder in Craiova aufmarschieren zu lassen, unbehelligt von der verschreckten Polizei. Ein Grossteil der Polizei in Craiova war von den "Interlopi" bestochen. Nun wurde er nach einem Pokerspiel, bei dem er 50.000 Euro gewonnen hatte, von seinem Freund Cătălin Mavrichie erschossen. Cătălin behauptete, das Caiac beim Spiel betrogen habe.

Bei der Beerdigung von Caiac kam es zu einer Grossdemonstration des organisierten Verbrechens: Mit Luxusmaschinen, schwarzen Hemden und Sonnenbrillen demonstrierten sie schamlos gegenüber Polizei und Bevölkerung ihre Macht.

Nun hat die Polizei gestern zugeschlagen. 500 Polizisten haben in Craiova eine Gross-Razzia durchgef…

Dr. Fritz, der Wunderheiler, wieder in Recife

Der Diario de Pernambuco berichtet heute, dass der Wunderheiler Dr. Fritz nach 17 Jahren Abwesenheit wieder in Recife operiert. Dr. Fritz ist schon längst tot, er soll ein ehemaliger polnischer Arzt zu Beginn des 20. Jahrhunderts gewesen sein. Er selbst tritt also nicht auf, sondern er tut dies durch sein Medium, den Minenarbeiter Kleber Aran Ferreira da Silva. Physisch operiert also Kleber. Den ganzen Monat September wird Dr. Fritz in dieser Form in Recife kostenlos Operationen und Heilungen vornehmen.

Dr. Fritz verspricht Tumore, Krebs, Sinusitis, Wirbelsäulenprobleme, Kopfschmerzen und Krankheiten im Allgemeinen zu heilen. Nach Information des "Doktors" (o "doutor") ist es ihm auch möglich den "geistigen Magen" (estômago espiritual) zu verkleinern. Dieses Versprechen hat bei mir ein paar Fragezeichen aufblinken lassen: Was ist das? Auf der Suche nach einer Erklärung, fand ich auf einer brasilianischen Webseite die Erklärung, dass der Mensch genauso wie…

TV-3 feiert 25-jähriges Bestehen

TV-3 Catalunya feiert sein 25-jähriges Bestehen. TV-3 ist eigentlich nicht der "3.", sondern der 1. Kanal Kataloniens. 1983 starteten die ersten Sendungen zusammen mit der Einrichtung von "Autonomien" auf dem spanischen Staatsgebiet. Die "autonomias" entsprechen etwa der Einteilung Deutschlands in Bundesländer, obwohl die spanische Zentrale in Madrid das Wort "Bund" bzw. Föderalismus scheut wie der Teufel das Weihwasser. Zum Zeitpunkt der Gründung von TV-3 fochten die Zentralisten und Alt-Franquisten ihren letzten Kampf gegen die Föderalisierung, die teilweise wieder von Putschgelüsten des Militärs begleitet wurden. Heute haben die Autonomien sich beachtliche Rechte erkämpft, wobei sich hier die "historischen" Autonomien der Katalanen, Galizier und Basken am Meisten hervorgetan haben.

TV-3 sieht als sein Sendegebiet nicht nur das katalanische Kerngebiet an, sondern auch die Region von Valencia, die Balearen, Andorra und die französische…

13-Pint-Fahrer in Schottland erhält 3 Jahre Fahrverbot

Der Edinburgh Sheriff Court hatte laut Bericht von BBC Scotland einen schwerwiegenden Fall von Drunkenheit am Steuer zu verhandeln. Vorab: Sheriff Courts gibt es in Großbritannien nur in Schottland. Sie entsprechen etwa unseren Amtsgerichten.

Der Übeltäter heisst Michael Reynolds. Er hatte noch nie einen Führerschein, fuhr aber trotzdem Auto, wenn ihm eins in die Hände fiel. Hatte deswegen auch mehrere Vorstrafen. Seine neueste Tat erregte sogar beim Sheriff insgesheim ein wenig Bewunderung: Reynolds fuhr, nachdem er sich den ganzen Tag ein Bier nach dem andern genehmigt hatte (insgesamt waren es 13 Pints = 6,15 Liter), mit dem Auto von Newcastle nach Edinburgh (12o miles = 198 km). Nach Newcastle war er am gleichen Tag mit Familienangehörigen gefahren. "Fortified by all of that he then drove home" (gestärkt mit all dem fuhr er dann nach Hause) sagte vor Gericht der "Fiscal depute" (Staatsanwalt in lokalen Angelegenheiten; diesen Begriff gibt es auch nur in Schottl…

Frankreichs Katholiken vor dem Papstbesuch

Der Papst besucht in diesem Monat Frankreich. Aus diesem Grund hat der Kardinal und Erzbischof von Paris, André Vingt-Trois, der Zeitung "Le Monde" ein Interview gegeben. Die letzte Frage von Le Monde galt dem alarmierenden Zustand der französischen katholischen Kirche. Der Kardinal wurde dazu um Stellungnahme gebeten.

André Vingt-Trois beginnt seine Analyse damit, dass er nicht glaubt, dass die katholische Kirche in Frankreich eine Kirche in Trümmern (une Eglise de décombres) sei. Vielmehr befinde sie sich in einer Zeit des Wandels. Er führt diese auf Veränderungen in der Gesellschaft und auf die Entwicklung bei der religiösen Praxis zurück. Es geht ihm nicht darum, die Kirche des 19. Jahrhunderts wiederherzustellen, sondern Wege zu finden "auf denen uns Gott heute führen will". Der Glaube zeigt ihm zwar den Weg, aber nicht die "Details". Wichtig sei es die Gläubigen so weiterzubilden, dass sie den neuen Herausforderungen gewachsen sind. Und vor allem mus…

Sarmale als Köder

In Rumänien stehen Parlamentswahlen bevor. Der Wahlkampf ist schon in vollem Gange. Die Generalsekretärin der PLD (liberaldemokratische Partei), Elena Udrea, hat sich was besonderes einfallen lassen: In ihrem Wahlbezirk im Bukarester Stadtteil "Drumul Taberei" hat sie 6.000 Stück Sarmale an Rentner verteilt.

Sarmale, kleine Krautwickel mit Hackfleischfüllung, sind das rumänische Nationalgericht. Gleichzeitig hat sie den Pensionären noch die Glückwünsche zum Feiertag der Heiligen Maria (Sfânta Maria) mitgeteilt. Die Glückwünsche beziehen sich auf den wichtigsten Marien-Feiertag der rumänisch-orthodoxen Kirche, der am 15. August stattfindet. Bei uns in katholischen Gegenden auch als Maria Himmelfahrt bekannt.

Ob die 6.000 Sarmale auch 6.000 Stimmen bringen?