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Es werden Posts vom April, 2008 angezeigt.

Angst vor Erdbeben in Bukarest

Seit dem verheerenden Erdbeben von 1977 leben die Bukarester, bei denen in regelmäßigen Abständen die Erde wackelt, mit der ständigen Angst vor einem neuen, mindestens genauso schlimmen Erdbeben. Die Angst steckt den Leuten noch in den Knochen.

Die Stadtverwaltung will zur Sicherheitssituation zumindest auf dem Wege der Information beitragen. Seit einigen Jahren erhält jedes Gebäude, das bei einem vergleichbaren Erdbeben voraussichtlich zusammenkracht, eine rote Plakette (bulina rosie), damit die Bewohner wissen, was sie erwartet. Wenig beruhigend, wenn man darin wohnt und kein Geld zum Umziehen oder für Sanierungsmaßnahmen hat.

"Romania Libera" berichtet heute, dass im Stadtzentrum, in der Lipscani-Strasse (Leipziger Strasse) in einem Gebäude, das in die höchste Risiko-Klasse eingestuft ist, ein Hotel (Hotel Miorita) und ein Restaurant betrieben werden. Die Verantwortlichen für Hotel und Restaurant sehen darin kein Problem: Die Kunden würden ja die rote Plakette sehen und dan…

Dengue in der Favela Agua Fria in Recife

Der Diario de Pernambuco berichtet heute über den 7. Todesfall wegen Dengue-Fieber in Pernambuco. Die Landesregierung wird nicht umhin können, jetzt von einer Epidemie zu sprechen. Eine Ortsbesichtigung in der Favela Agua Fria von Recife machte deutlich, wie dringend Vorsorgemaßnahmen sind.

Die Favela Agua Fria wurde 2004 durch den UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf angemessenes Wohnen Miloon Kothari besucht. Sein Bericht, hier ein kurzer Auszug, ist in den Lateinamerika-Nachrichten beschrieben worden:

"Schockierende Umstände auf engstem Raum

Kothari, der Recife am 10. Juni besuchte, nahm offizielle Termine mit VertreterInnen der kommunalen und bundesstaatlichen Ebene wahr. Er besuchte dabei ein Gemeinschaftsprojekt beider staatlicher Ebenen im Wasser– und Abwasserbereich. Das bewog ihn zunächst zu der Meinung, die von der Arbeiterpartei PT geführte Stadtregierung von Recife und die konservative PMDB-Landesregierung nähme sich des Themas vergleichsweise engagiert an…

Die Angst der Schweizer

Der Mehrheits-Schweizer - es gibt auch die Minderheits-Schweizer, die viel mutiger sind - haben viel Angst. Angst vor Fluglärm, deshalb sollte dieser möglichst in das grenznahe Ausland ausgelagert werden. Angst vor der Europäischen Union, weil die die heissgeliebte direkte Demokratie kaputt macht und das Bankengeheimnis abschaffen will. Angst vor der Überfremdung wobei natürlich nicht jeder gemeint ist. Afrikanische Potentaten, die ihre Millionen vor dem hungernden Volk in die Schweiz retten, sollten durchaus anständig aufgenommen werden. Aber nicht jeder X-Beliebige wie etwa ein Viorel Popescu oder ein Max Schulze, auch wenn die schon lange in der Schweiz leben. Nein da will der Normalbürger mitsprechen, das heißt er will über eine beantragte Einbürgerung in direkter Demokratie auf Gemeinde-Ebene abstimmen. Nun hat aber das böse Bundesgericht in Lausanne der direkten Demokratie Grenzen gesetzt und gewisse allgemeingültige Standards in Einbürgerungsangelegenheiten verlangt. Jetzt läuf…

Das Botellódromo von Granada

Für die nördlichen Europäer haben die warmen Abende in Südeuropa schon immer sehr positiv besetzte Erinnerungen hervorgerufen: Die Südeuropäer treffen sich auf der Piazza, trinken ein Gläschen Wein und sprechen mit Freunden und Nachbarn. Nicht nur der immer unangenehmere Autoverkehr - ein Südeuropäer vermeidet unnötige Gehwege, lieber nimmt er sein Auto - macht diese Romantik zur Karikatur.In Spanien gibt es schon seit Jahren den vor allem unter Jugendlichen verbreiteten Brauch, sich mit Alkohol, Rauchwaren und meistens auch Drogen auf den Strassen breit zu machen und bis tief in die Nacht die Anwohner mit Lärm, Musik und sonstigem Krach zu nerven.Dies wurde inzwischen sogar für lärmgewöhnte Spanier so unerträglich, dass die Gemeinden per Dekret das Unwesen bekämpfen wollen. Die Landesregierung von Andalusien hat aus diesem Grund ein Gesetz erlassen, das Ansammlungen zum Trinken und Essen auf der Strasse mit 600 Euro unter Strafe stellt.Eine weitere Lösung soll der Bau von "Bote…

Edinburgh: Fast-Food-Steuer zur Abfallbekämpfung?

The Scotsman berichtet heute, dass die Strassen Edinburghs die schmutzigsten Schottlands sind. Die Stadt steht an der Spitze einer Liste, die gestern erschienen ist. Danach werden nur 64% der Strassen Edinburghs als sauber eingestuft.
Die Gewerkschaft GMB, die auch die Straßenreiniger vertritt, hat vorgeschlagen eine Steuer auf Fast-Food-Produkte zu erheben und mit dem Geld mehr Straßenreiniger einzustellen.

Der zuständige Rat für Umweltfragen, Robert Aldridge, meint dazu: Ich würde neue innovative Lösungen zum Abfallproblem nicht ausschließen, aber wir sollten uns zuerst darauf konzentrieren die Leute, die ihren Abfall wegschmeissen, zuerst einmal zur Ordnung zu erziehen.

Sant Jordi: Ein Buch und eine Rose

Sant Jordi ist der Schutzpatron Kataloniens. Es ist in Katalonien üblich an seinem Gedenktag, dem 23. April, einander Bücher und Rosen zu schenken. Die Strassen sind mit der "Senyera", der katalanischen Flagge, geschmückt.
"La Vanguardia" berichtet heute aus Barcelona, dass Tausende von Barcelonesern durch die Strassen spazieren, um Bücher und Rosen zu kaufen. 60% des Jahreseinkaufs von Rosen erfolgt an Sant Jordi. Mehr als 600 Bücherstände sind im Freien aufgestellt.

Da heute Abend in der Fußball- Championsleague Barcelona gegen Manchester United spielt, laufen auch viele Engländer durch die Stadt, die etwas verwundert über diesen Brauch sind.

Die UNESCO hat diese katalanische Tradition aufgegriffen und den 23. April zum Welttag des Buches ausgerufen.

Die Katastrophe am Guadiamar

Spanien / Andalusien: Zwischen der Sierra Norte Richtung Süden zur Guadalquivir-Mündung passierte 1998 eine Umweltkatastrophe ersten Ranges. Greenpeace schildert den Ablauf wie folgt:

"Als in der Nacht des 25. April 1998 um 3.30 Uhr bei Aznalcóllar der Damm eines Rückhaltebeckens für giftige Bergwerksschlämme bricht, rauschen fünf Millionen Kubikmeter Schlick, versetzt mit Schwermetallen wie Zink, Blei, Kupfer, Cadmium, Quecksilber, Arsen und Thallium durch das Bett des Flüßchens Guadiamar auf den 40 Kilometer südlich gelegenen Doñana-Nationalpark zu. Im Morgengrauen schieben alarmierte Bauern mit Traktoren eilends Erdwälle auf, um den Park zu retten. Buchstäblich in letzter Minute stehen drei Dämme. Daß es Opfer gegeben hat, kann nicht einmal Frau Tocino (Umweltministerin der Aznar-Regierung) leugnen: 40 Tonnen toter Fische trieben bauchoben auf dem Wasser. 5000 Hektar Wiesen, Felder und Zitrusplantagen hat der schwarze Schlamm verseucht und die Ufer des Guadiamar auf 40 Kilomete…

Die transilvanische Autobahn und der amerikanische Freund

2002 hat die rumänische Regierung den Bau einer Autobahn von der ungarischen Grenze quer durch Transsilvanien / Siebenbürgen nach Brasov / Kronstadt beschlossen. Damit soll die Anbindung an Zentraleuropa verbessert werden. Das Projekt wird als das grösste Infrastruktur-Projekt Europas gesehen.

Der Bau der Autobahn wurde an den amerikanischen Großkonzern Bechtel vergeben. Allerdings unter etwas obskuren Bedingungen. Die Rumänen scheinen nach allem, was bisher bekannt wurde, ziemlich über den Tisch gezogen worden sein. Pikanter wird das Ganze, wenn man weiß, dass die EU das Projekt finanziert. Bechtel ist bestens bekannt durch die Verquickung mit der Bush-Regierung und der Bin-Laden-Familie. Im Irak-Krieg war die Firma einer der großen Kriegsgewinnler.
Auf welche Art der Auftrag für die Autobahn an Bechtel fiel, ist nun Untersuchungsthema der rumänischen Regierung: War es Korruption, politischer Druck vom großen Freund??
Transilvanien-Autobahn im Web

Gewalt gegen Kinder: Brasilien

Warum gibt es Eltern, die ihre Kinder angreifen? Dies fragt sich der Diario de Pernambuco aus Anlass des Falles der 5-jährigen Isabella Nardoni, die Ende März in Sao Paulo in der Nähe der Wohnung ihrer Eltern ums Leben kam. Es stellt sich langsam heraus, dass der Vater und die Stiefmutter das Mädchen erwürgt und dann zum 6. Stock ihres Wohnblocks geworfen haben. Wegen dieser Tat schlagen die Wellen zur Zeit in Brasilien sehr hoch. In den letzten 7 Jahren soll es 532 Fälle gegeben haben, in denen Kinder von eigenen Familienangehörigen umgebracht wurden. Vermutlich nur in Familien, die auch statistikgeeignet sind und nicht die Namenlosen in den Favelas.

Aber Brasilien wäre nicht Brasilien, wenn da nicht eine Besonderheit wäre, die den jetzt veranstalteten Medienrummel in einem faden Licht erscheinen lassen:
In diesem Land, in dem die Statistiken zeigen, dass alle 10 Stunden ein Kind umgebracht wird, viele davon schwarzer Hautfarbe und in den Favelas lebend, wirkt es seltsam, dass eine so…

9 Jahre, Vorname: Islam

Im französischen Kinderkanal "Gulli" gibt es ein tägliches Spiel, das sich "In ze boite" nennt. Dafür hat sich auch der 9-jährige Islam Alaouchiche gemeldet. Zur Registrierung musste er seine Personalien angeben. Beim Vornamen gab es ein Problem: Der Verantwortliche lehnte seine Teilnahme unter diesem Vornamen ab. Begründung: "Ein Junge mit dem Vornamen Islam ist wie ein Mädchen mit Kopftuch.

Irgendwie ist das ganze dann doch an die Öffentlichkeit gelangt. Den Verantwortlichen ist das furchtbar peinlich und Islam soll jetzt eine Sondereinladung für die Sendung erhalten."

Bibiana Aido aus Cádiz

Der alte und neue Regierungschef Spaniens hat anlässlich der Regierungsbildung eine neues Ministerium für Gleichberechtigung geschaffen, an dessen Spitze die jüngste spanische Ministerin aller Zeiten steht: Bibiana Aido. Sie ist gerade einmal 31 Jahre alt und will vor allem der machistischen Gewalt in Spanien zu Leibe rücken – ein Problem, das die Spanier besonders besorgt und beschämt.

Bibiana - wie sie in Cádiz genannt wird - schreibt einen Blog. Im zuletzt eingestellten Beitrag lässt sie sich über den Zwang für Frauen aus, "Uniformen" zu tragen. In der Regel will der Arbeitgeber, dass seine spanische Arbeitnehmerin mit kurzem Rock und sonst auch recht sexy rumläuft. Laut Bibiana soll nach Ansicht der Unternehmer die Frau gefallen (agradar). Dieses Gefallen bezieht sich laut Bibiana aber nur darauf, dass man den Männern gefallen soll. Für sie ist das eine Art sexueller Ausbeutung.
http://bibianaaido.wordpress.com/

Rio: Favela Vila Cruzeiro abgeriegelt

Alle Zugänge zur Favela Vila Cruzeiro sind von der Militärpolizei (PM) abgeriegelt. Seit Tagen gibt es Kämpfe zwischen Drogen-Dealern und der Polizei. Heute Morgen waren schon Schiessereien zu hören.

Laut Oberst Marcos Jardim, dem Einsatzleiter, ist ein Ende der Kämpfe noch nicht abzusehen. Heute morgen sagte der Oberst in einem Radio-Interview, dass das beste Sozial-Insektizid die Militärpolizei sei. Na hoppla, was meint er damit?
Die Erläuterung folgt: Ziel der Operation sei es die Barrikaden aus den Strassen zu entfernen, um Anwohnern mit Verdacht auf Dengue-Fieber die Möglichkeit zu geben, zu den Gesundheitszentren zu gelangen.

Neun Personen sind bisher ums Leben gekommen. Nach Angaben der PM waren alle neun Banditen. Die Polizei behauptet eine Unmenge an Waffen beschlagnahmt zu haben unter anderem auch ein vollautomatisches Maschinengewehr.

Schottland: Regierungspartei für grüne Energie

Im AKW Torness (Torness power station) musste in der Nacht zum 11. April 2008 ein Reaktor manuell abgeschaltet werden. Zuvor mussten schon 2 Reaktoren in Hunterston / Ayrshire heruntergefahren werden. Laut Betreiber British Energy eine Routineangelegenheiten zur Wartung der Kühlungsanlage.

Die Scottish National Party (SNP), die zur Zeit eine Minderheitsregierung in Schottland anführt, hat aus diesem Anlass daraufhingewiesen, dass Atomenergie unzuverlässig ist und die Pannen beweisen wie nötig ein Wechsel zur grünen Energie ist.

Ein Leser im Scotsman beschimpft die Zeitung, dass diese von der Windenergie-Industrie gekauft sei. Ein anderer weist daraufhin, dass der "Herald" (aus Glasgow) geschrieben hat, dass die Anlage heruntergefahren werden musste wegen einem Leck in der Kühlung, während "The Scotsman" von einer Routine-Abschaltung sprach. Wobei bei Letzterem der "Scotsman" nur British Energy zitierte.

BMW next tours in Hermannstadt

"Im Rahmen der „BMW What´s Next“-Tour fand unlängst in Hermannstadt/Sibiu eine Präsentation im Autohaus „Bavaria Cars“ an der Soseaua Alba Iulia statt. Ausgestellt waren verschiedene neue Modelle des deutschen Automobilherstellers und deren neue Technologien. Die ausgestellten Modelle gehörten zu den Serien 1, 3 und 5. Besonderen Wert legte Michael Schmidt, Generaldirektor der Bavaria Group, bei seiner Vorstellung auf die gesteigerte Leistung der Motoren und den gleichzeitig gesunkenen Verbrauch von Treibstoff und CO2-Ausstoß, der durch die neuen Technologien BMW Efficient Dynamics und Variable Twin Turbo erzielt worden ist."
Soweit wörtlich die ADZ. Hermannstadt / Sibiu ist inzwischen auch eine rumänische Stadt, in der deutsche Luxuslimousinen gekauft werden. Vor 18 Jahre gab es in den wenigen sogenannten Supermärkten nur stinkende Konserven zu kaufen. Vor 10 Jahren war die Situation zwar etwas besser, aber der Geldinhaber fuhr doch lieber 100 km nach Brasov / Kronstadt oder…

Serra Talhada und Dengue

Eine kleine Stadt in der Sertao, im Westen von Pernambuco, dem Nordosten Brasiliens kennt das Rezept gegen das Dengue-Fieber: Basta evitar agua parada! (Es reicht stehendes Wasser zu vermeiden). Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, dass das mosquito Aedes aegypti überall dort ideale Brutbedingungen hat, wo das Wasser offen steht und dabei ist es egal ob es Schattenplätze sind oder ob die Sonne darauf scheint.
Eine wichtige Warnung, wenn, wie ich weiter unten berichtet habe, es im Sertao vor kurzem sintflutartig geregnet hat. Jetzt wird es überall Wassertümpel geben, die eine ideale Vermehrungsmöglichkeit für diese Mücke bietet. Serra Talhada weist darauf hin, dass eine Bekämpfung nur möglich ist, wenn alle mitmachen. Hoffentlich verhallt dieser Aufruf nicht ungehört.
http://www.serratalhada.net

Barcelona verdurstet nicht

Es ist schon eine Grenzerfahrung für einen aus dem regenreichen Mitteleuropa stammenden Menschen, welche Ängste das nahende Versiegen des Wassers haben kann. In Katalonien schlagen zur Zeit die Wellen hoch und ständig kommen neue Vorschläge dazu, wie man das Schlimmste verhindern kann. So hat die Familie Joan Boronat aus Tarragona mitgeteilt, dass die Familien ihren Trinkwasserbrunnen Barcelona kostenlos zur Verfügung stellen wollen. Immerhin beträgt die Förderung des Brunnens angeblich 360 Millionen Liter pro Monat. Das Umweltamt von Barcelona prüft hingegen, ob man Wasser nicht nur mit Schiffen, sondern auch mit der Bahn heranschaffen kann. Die spanische Bahn (Renfe) meint in 3 Monaten so etwa 1 Million Liter zwischen Tarragona und Barcelona transportieren zu können.

Regen im Sertao

"Chuva suspende aulas no interior" (Regen verhindert Schulstunden im Landesinnern) berichtet heute der Diario de Pernambuco. Im Dürregebiet des brasilianischen Nordosten regnet es sintflutartig. Schüler und Lehrer können die Schulen nicht mehr benutzen, weil die Schulen für die Unterbringung von obdachlosgewordenen Familien gebraucht werden. Die Städte Cabrobó, Serra Talhada, Salgueiro und Floresta in Pernambuco sind besonders betroffen.

Nur noch 110 h/km auf elsässischen Autobahnen?

Es gibt Pläne auf elsässischen Autobahnen eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 110 km/h einzuführen. Die Dernières Nouvelles d'Alsace machen dazu eine Internetumfrage und von 1500 abgegebenen Stimmen sind bisher über 60% gegen dieses Geschwindigkeitslimit.

Dabei wäre eine Tempolimit, zumindest auf der Nord-Süd-Autobahn von Strassburg nach Mulhouse durchaus empfehlenswert. Diese Autobahn ist zum Teil eng und kurvenreich. Dafür ist sie aber gebührenfrei!

Bukarest modernisiert

"Vine marea semaforizare" - Es kommt die grosse Beampelung in Bukarest, berichtet Adevarul. Im Mai werden ungefähr 100 Kreuzungen mit automatisierten Verkehrsampeln ausgestattet. Eine grössere Menge an Ampeln wird zusätzlich mit automatisierten Ampeln ersetzt. So dass sich die Zahl der neuinstallierten Ampeln auf 500 erhöht. Hinzu kommen noch 100 Überwachungskameras an den Kreuzungen. In den Asfalt werden teilweise Induktoren eingebaut, die eine Steuerung der Ampeln nach Verkehrsstärke ermöglichen.

Schlecht für die Autofahrer: Kameras erfassen Fahrer, die bei Rot über die Ampel fahren!

All das ist mehr wie eine Revolution für Bukarest. Ob die Zeiten des Chaos-Verkehrs damit vorbei sind?

Barcelona verdurstet

Die Trockenheit in Nordost-Spanien nimmt dramatische Formen an. Das Thema beherrscht inzwischen die Schlagzeilen. Die Regierung versucht die Bevölkerung zu beruhigen: Ein Bündel von Massnahmen ist geplant: Brunnen sollen gebohrt werden, unterirdische Wasserquellen angezapft und per Schiff Wasser herangebracht werden. Die Umleitung des Pyrenäen-Flusses Segre hat sich inzwischen als nicht umsetzbar herausgestellt.

Barcelona droht im Herbst eine Wassersperre, da bis dann alle Vorräte auf ein Minimum zusammengeschrumpft sein werden.

Die Vizepräsidentin der Regierung, María Teresa Fernández de la Vega, hat den Bürgern von Barcelona zugesichtert, dass sie dann wenigstens noch Wasser zum Trinken haben werden.

Skandal in Sevilla: Streik während der Feria de Abril

Die Feria de Abril in Sevilla ist das Volksfest in Andalusien. Im Stadtteil "Los Remedios" werden Zelte (casetas) aufgebaut, aus denen Flamenco ertönt und wo der "Fino" (trockener Sherry) in Strömen fliesst. Ausländern ist der Zugang in der Regel verschlossen, da die casetas von Vereinen betrieben werden, die nur ihre eigene Mitglieder (Stammtische und Freunde - Tertulia y amigos) hinein lassen. Der Ausländer muss sich bei den politischen Parteien umsehen, die geben freien Zutritt zu ihren casetas. Oder er geht in die Calle del Infierno (Strasse der Hölle), wo die "atracciones", die Schausteller mit ihrem Vergnügungspark, zu finden sind.
http://www.sevillaclick.com/sevilla/009fiestas/009feriaabril.htm

Nun passiert Schreckliches: Die Arbeiter der städtischen Verkehrsbetriebe TUSSAM wagen es in dieser Zeit zu streiken! Das ist ja unmöglich, dieses Vergnügen so zu behindern!

Deshalb hat der Stadtrat für Arbeit, der Herr Antonio Fernandez, heute verlautbaren las…

Brasilien: Lei dos 15 minutos - Das Gesetz der 15 Minuten

Brasilien hat ein Gesetz mit dem drolligen Namen "Lei dos 15 minutos". Dieses Gesetz regelt einen Sachverhalt, der offensichtlich durch einen erheblichen Missstand verursacht ist. Die Regelung besagt, dass niemand länger wie 15 Minuten am Bankschalter warten muss. Spätestens nach Ablauf dieser Frist muss er bedient werden.
Im Internet kann man Schlangen vor Banken sehen, die wahrhaft ein Ausmass haben wie man sie nur vom ehemaligen Ostblock kannte. Ein Bürger aus Recife beklagt sich im Internet, dass das Gesetz von den Banken weiterhin nicht beachtet wird. Wartezeiten von 30 bis 60 Minuten sind weiterhin die Regel.

Man fragt sich, ob und wieso die brasilianischen Banken sich eine solche Behandlung des Publikums leisten können.

Rumänische Spitzenpolitiker fahren auf

Die deutschsprachige ADZ aus Rumänien berichtet am 1. April, dass "am Sonntag Präsident Traian Bãsescu in der Nähe des Cismigiu-Parks – er saß am Steuer seines Volkswagens – einen leichten Autounfall gebaut hat: Er hätte auf das gegenüberliegende Rathaus geblickt und nicht gemerkt, dass ein Begleitwagen vor ihm stehen geblieben war. Es ist bloß zu Blechschaden gekommen. Traian Bãsescu meldete den Unfall bei der Polizei und musste 100 Lei Strafe zahlen. Einen Unfall verursachte auch der PSD-Vorsitzende Mircea Geoanã, der in der Nähe der chinesischen Botschaft in einen anderen Wagen fuhr. Auch hierbei kam es nur zu Blechschaden."

Traian Basescu war vor seiner Wahl zum rumänischen Präsidenten Bürgermeister von Bukarest. Er ist wohl beim Anblick seiner früheren Wirkungsstätte ins Sinnieren gekommen......